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randGRUPPE

Die Fotografin Andrea Sömmer präsentiert im Münchner Schwulenzentrum Sub unter dem Titel "randGRUPPE" eine Bilderreportage über Lesben, die sich ihrer Szene nicht immer zugehörig fühlen - wie diese Frau mit Bart.

Sömmer stellt unangenehme Fragen: "Was ist, wenn eine Randgruppe sich selbst diskriminiert? Sollte sie nicht eigentlich mehr Entschlossenheit zur Gleichberechtigung zeigen?" An diesem kritischen Blick auf eine Gesellschaft im Kleinen versucht sich die Fotoreportage der Künstlerin, die am Samstag eröffnet wurde.

Die Münchner Fotografin hat sich mit ihrer Kamera in die lesbische Szene der Stadt begeben, Menschen getroffen und gesprochen, die sich am Rand dieser Community bewegen. Da ist zum Beispiel Amra, eine Muslima. "Ich wollte wissen, wie es sich lebt als muslimische Frau, die auf Frauen steht." Aus solchen persönlichen Konflikten heraus hat Andrea Sömmer die Frauen abgelichtet; Amra war die erste. Die Bilder sollen zum Nachdenken anregen, berühren, Anstöße zum Umdenken geben.

Nicht selten haben die fotografierten Frauen mit Abwertung, Ausgrenzung, Alltagsrassismus zu kämpfen - und das mitten in der eigenen, lesbischen Community. "Die Frage ist natürlich, ab wann Diskriminierung anfängt", so Sömmer. "Mit einem Blick? Mit dem Ausschluss aus einer Party oder braucht es Gewalt?" Die lesbische Szene trete nach außen schon als Einheit auf, aber "innerhalb der Dorfmauern" gebe es trotzdem 'Sonderlinge', sei es, weil sie anders aussehen oder anders sind. "So ticken wir Menschen nun mal. Ich bin mir sicher, wenn es hart auf hart kommt, treten in der Szene alle für alle ein, aber im Alltag geht der frühere Kampf um Gleichheit oft unter. Oft denke ich, es fehlt eine neue Aufgabe, die mehr zusammenschweißt."

Andrea Sömmers Bilder sind noch bis 29. Januar im Sub in der Müllerstraße 14 zu sehen. Ein Trailer zeigt, was die Besucherinnen und Besucher erwartet:


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