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Queerer Verwandlungskünstler

  • 18. April 2015, noch kein Kommentar

Zwanzig Jahre nach dem Tod des Performers Leigh Bowery hat der Piet Meyer Verlag die erste Monografie der schwulen Kultfigur der Londoner Clubszene der 1980er Jahre veröffentlicht.

Bowery (1961-1994) war ein queerer Performancekünstler, der vor keinen Tabus und keinem Trash haltmachte. Er setzte sich in immer neuen Outfits und aberwitzigen Kostümen so pfauenmäßig gekonnt in Szene, dass er nachhaltigen Einfluss auf Designer wie Alexander McQueen, Vivienne Westwood, John Galliano und Modelabels wie Comme des Garçons ausübte.

Daneben wurde Bowery in den letzten Jahren seines kurzen Lebens zum wichtigsten Modell Lucian Freuds. Mit 33 Jahren starb er an den Folgen von Aids.



Der 300-Seiten-Band "Leigh Bowery: Verwandlungskünstler", herausgegeben von Angelika Stief, stellt einen außergewöhnlichen Künstler vor, der - vor allem außerhalb des angelsächischen Sprachraums - bislang viel zu wenig gewürdigt wurde. In fünf Kapiteln "Clubbing", "Mode", "Still Life", "Performance" und "Prothesen" bringen Spezialisten Bowerys Leben und Werk auf den Punkt.

Wissenschaftlichen Standards genügend, ist das mit rund 350, teils bisher unpublizierten Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen versehene Buch lebendig und sehr anschaulich geschrieben - ein Augenöffner, der nicht nur zu inspirieren vermag, sondern vielleicht den einen oder anderen gar zur Nachahmung animieren wird.

Das Buch ist jetzt zum Preis von 48,50 Euro bei Amazon.de erhältlich. (cw/pm)

Foto oben: Werner Pawlok: Leigh Bowery 6, 1988
Foto mitte: Fergus Greer: Session III, Look 12, August 1990



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