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Gegen den Strich

Erstmals seit 15 Jahren in Deutschland und zum allerersten Mal in München zeigt die Kunsthalle eine Einzelausstellung mit Werken von Keith Haring (1958-1990).

Der schwule Künstler hatte es sich im New York zu Zeiten der konservativen Reagan-Regierung zum Ziel gesetzt, mit seiner Kunst auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Er bezog klare Stellung gegen den kapitalistischen Exzess und engagierte sich für nukleare Abrüstung, Umweltschutz und die Gleichberechtigung der Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Sexualität.

Auf diesen in Ausstellungen bisher wenig thematisierten politischen und sozialkritischen Aspekten seines Lebenswerks liegt der Fokus der Münchner Retrospektive unter dem Titel "Gegen den Strich".





Ein Großteil der über 160 Leihgaben stammt aus der Keith Haring Foundation in New York, die durch Exponate aus amerikanischen und europäischen Museums- und Privatsammlungen ergänzt werden - einige sind zum ersten Mal seit dem Tod des Künstlers zu sehen.

Als Keith Haring 1990 mit 31 Jahren - nach einer Schaffenszeit von gerade einmal einem Jahrzehnt - an den Folgen von Aids starb, hatte er nicht nur für seine Kunst, sondern auch für sein politisches Engagement international Anerkennung erlangt: Er sprach offen über seine HIV-Infektion und leistete so einen wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung der Krankheit.

Die Ausstellung ist bis zum 30. August in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung (Theatinerstr. 8, 80333 München) täglich von 10 bis 20 Uhr zu sehen. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm. (cw)




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