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Zwischen Flaggen, Ballons und Polizeischutz: Das war der IDAHOT 2015

Zwischen Flaggen, Ballons und Polizeischutz: Das war der IDAHOT 2015. Während es in Russland zu Gewalt und Festnahmen kam, blieben die meisten Veranstaltungen zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie in über 130 Ländern friedlich. Hier Fotos und Videos von einigen Aktionen.

Mit Mahnwachen, Kiss-Ins, Demos oder RainbowFlashs haben Menschen am Sonntag ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie gesetzt. In Deutschland fanden gestern und heute in rund 50 deutschen Städten Aktionen statt. Einen größeren Rainbowflash erlebte etwa Köln, wo 1.500 Ballons mit dem Aufdruck "Vielfalt" in die Luft gelassen wurden.



Einige Aktivisten machten auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam, sowie auf ihre Schwierigkeiten, überhaupt nach Europa zu gelangen.




Beim RainbowFlash in Lüneburg waren Dima und Wanja dabei, die im letzten Jahr Asyl in Deutschland beantragt hatten. Bei der Veranstaltung wurde Wanja zum neuen Adjutanten des schwulen Heidekönigs ernannt.

LGBT-Vielfalt zeigte derweil auch Stuttgart, rund einen Monat vor der nächsten Demo für Alle.




So sah es in Dortmund aus:

Und so in Halle:

In Berlin gab es gleich mehrere Aktionen. So kamen am Morgen über 100 Menschen zu einer Kundgebung des LSVD am Wittenbergplatz zusammen.



Auch das umstrittene Maneo-Kiss-In in Kreuzberg fand statt, mit rund 20 Teilnehmern. Der Nachmittag gehörte dann der Initiative "Enough is Enough" mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor, die im Laufe des Tages bis zu 1.000 Teilnehmer fand - wohl weniger als erwartet, aber die Veranstalter zeigten sich zufrieden. "Wir hatten viele großartige Gespräche mit Touristen", meint Alfonso Pantisano.



Dort wurde auch die neue Single vom Projekt "100% Mensch", "Love is Love", vorgestellt, zu der es seit heute auch ein Musikvideo gibt:


Der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie, seit 2005 jährlich am 17. Mai, wurde auf der ganzen Welt begangen. So auch in etlichen Städten in der Türkei, das folgende Bild stammt aus Ankara:




In Athen wurde gleichgeschlechtlich geknutscht.




In Genf lud man zu einem Regenbogenabendessen.




In Kiew wurde getrommelt.




IDAHOT-Grüße aus Uganda:





In Moladwiens Hauptstadt Chisinau, von der das Bild zum Beginn dieser Seite stammt, hatte die Polizei alle Hände damit zu tun, die LGBT-Demonstration vor gewalttätigen Gegendemonstranten zu schützen.

In Albaniens Hauptstadt Tirana gab es eine Regenbogen-Fahrradfahrt.






Auch in Tiflis gingen einige Menschen auf die Straße. Die Aktion war vorab nicht angekündigt worden; erst diese Woche war Georgien wegen Gewalt bei früheren Protesten zum 17.5. vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof verurteilt worden.

Im australischen Brisbane zeigten sich die Story Bridge und das Rathaus in Regenbogenfarben.




In Russland wurde in ganzen 14 Städten demonstriert und gefeiert, die größte Veranstaltung in St. Petersburg hatte rund 350 Teilnehmer. Für den Schutz der friedlichen Veranstaltung wurde die Polizei von den Teilnehmern gelobt.



In Moskau nahm die Polizei hingegen 17 LGBT-Aktivisten fest (als Begründung wurden die beigeführten Ballons genannt) und brachte sie im Polizeibus zu einer Wache. Nach einigen Stunden wurden sie freigelassen.



Zu Gewalt war es zuvor beim Rainbowflash in Chabarowsk im Osten Russlands gekommen. Der Erdkunde-Lehrer Alexander Ermoshkin wurde wie im Vorjahr angegriffen und verletzt.



Bereits am Samstag hatte es an vielen Orten Demonstrationen gegeben. Im polnischen Krakau traf der inzwischen traditionelle Marsch für Gleichberechtigung mit rund 350 Teilnehmern wieder auf etliche homophobe Gegendemonstranten, wurde aber von der Polizei gesichert.






In Santiago de Chile waren am Samstag 50.000 Menschen für die Öffnung der Ehe auf die Straße gegangen.



Für 24 Stunden bekam die Hauptstadt auch einen Regenbogen-Zebrastreifen:




Auch die Politik meldete sich am Sonntag zu Wort. US-Präsident Barack Obama betonte in einem Statement den internationalen Kampf für LGBT-Rechte als Aufgabe der Diplomatie.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) gab am Sonntag ihre Unterzeichnung der IDAHO-Erklärung bekannt. Die von Ministern aus inzwischen 17 Ländern unterzeichnete Absichtserklärung umfasst unter anderem die Erfassung und Bestrafung von Hassverbrechen, eine effektive gesetzliche Implementierung von Antidiskriminierungsrichtlinien und den Abbau aller Hürden von Transsexuellen - Dinge, die allerdings teilweise nicht in Schleswigs Ressort fallen und von der Bundesregierung nicht umgesetzt werden.

(nb) Artikel wird ggf. noch aktualisiert. Fotos u.a. Jana van Wahden / LSVD, Claudia Kristine Schmidt / Enough is Enough, Arndt Klocke, Queerrussia, Movilh, Twitter


-w-

#1 GabrieleAnonym
  • 17.05.2015, 19:45h
  • Tja - überall hat man/frau verstanden, dass der Regenbogen/Rainbow Zeichen unserer Bewegung ist. Nur den Kölnern scheint die farbliche Vielfalt ausgegangen zu sein? Aber dafür stand ja "Vielfalt" auf der in den Himmel gelassenen heißen Luft..........
    Da bleibt nur zu hoffen, dass die das in Köln mit den Farben und der daraus resultierenden Vielfalt bis zum CSD noch kapieren - Oder gab's da 'nen Sponsor, der unsere Sprache nicht spricht?
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