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Wirbel um lesbischen Kuss mit Kopftuch

23 Jahre hat es gedauert, bis das schwul-lesbische Stadtfest in Berlin zum ersten Mal ein Frauenmotiv auf dem Plakat zeigt - dennoch hagelt es Kritik von allen Seiten.

Grund der neuesten Szene-Empörung, die es so wirklich nur in der Hauptstadt gibt: Eines der Poster-Mädels trägt ein Kopftuch, scheint also - Skandal! - muslimisch zu sein. Im Vorwort des Programmhefts heißt es dazu: "Das Stadtfest ist ein Fest der Liebe. Deshalb haben Diskriminierung und Rassismus bei uns keinen Platz."

Zu den Kritikern des Kopftuch-Motivs von Johannes Mundinger gehört zum einen der Verein türkischstämmiger Queers GLADT e.V., der sich schon über schwul-lesbische Kiss-In in Kreuzberg beschwerte (queer.de berichtete) - in der neuen "Siegessäule" spricht er von einer "Instrumentalisierung" von Migranten. Auch LesMigras, der Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Berliner Lesbenberatung, findet das Motiv "problematisch": "Es geht nur um die eigene Selbstdarstellung und nicht um antirassistisches Engagement."

Abgewatscht werden die Stadtfestveranstalter zum anderen auch von rechts: Dass das Chinapfannen- und Caipirinha-Festival überhaupt ein Zeichen gegen Rassismus setzen will, stört etwa Ex-"Männer"-Chefredakteur David Berger: "War das Motzstraßenfest bislang ein rechtsextremistisches Kameradschaftstreffen?" fragt er in seinem Blog und wirft den Veranstaltern eine "Anbiederung an queere, linkspopulistische Kreise" vor.

Das schwul-lesbische Stadtfest findet am 20. und 21. Juni rund um den Berliner Nollendorfplatz statt. Muslimische Organisationen haben sich über den Kuss mit Kopftuch übrigens bislang nicht beschwert... (mize)


-w-

23 Kommentare

#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 31.05.2015, 14:52h
  • Letztes Jahr die ?#?AfD? hofiert, dieses Jahr wollte weißer, schwuler Mann vom rassistischen Regenbogen-Fond alles besser machen und lässt fürs peinliche Plakat einen sogenannten "Künstler" über kopftuchtragende, offen lesbische, küssende Muslima feucht fantasieren. Mein Vorschlag: Boykott!
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 31.05.2015, 15:08h
  • Patrizia Schöneberg-Troll suhlt sich genüsslich bei ihrem Troll-Freund David Berger im Fleisch und Blut übergegangenen Rassismus >>>>
    Patrizia Schöneberg: "Also bei mir ist es in Fleisch und Blut übergegangen, bei Kopftüchern oder noch schlimmer bei Burkha instinktiv nach begleitenden muscleshirt tragenden potentiellen Gefährdern meiner persönlichen Sicherheit Ausschau zu halten ...
    Danke, meine bunte Welt kommt ohne braun aus ..."
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
#4 DiversityAnonym
  • 31.05.2015, 15:51h
  • Meine Güte! Das ist doch ein schönes Motiv! Müssen einige Leute da jetzt wieder alles Mögliche hineininterpretieren? Mensch ist auch nie zufrieden!
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#5 Harry1972Profil
  • 31.05.2015, 16:18hBad Oeynhausen
  • Ich finde das Motiv auch gelungen und ich kann die Kritik überhaupt nicht nachvollziehen.
    Die Botschaft lautet doch hier, daß wir Queers ein bunter Haufen sind.
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#6 MitchProfil
  • 31.05.2015, 16:42hBerlin
  • Wenn manche Leute und Organisationen nicht wichtigtuerisch meckern können, dann scheint ihnen was zu fehlen.

    Ich jedenfalls finde das Motiv gut.
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#7 whateverAnonym
  • 31.05.2015, 17:38h
  • Insbesondere die monotheistischen Religionen sind. Ihr gerade für Homofreundlichkeit bekannt. Eine ( mutmaßlich) muslimische Frau mit Kopftuch, also religiösem Bekenntniszeichen) bei einem lesbischen Kuss, ist paradox. Aber sich darüber aufzuregen, ist es nicht Wert. Jeder wie er mag, ich muss ja keinen Religiösen küssen.
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#8 mikiAnonym
  • 31.05.2015, 18:50h
  • nicht mal die arabischen schriftzeichen hinzukriegen ... das ganze ist schon sehr sehr armselig und konstruiert. traurig.
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#9 Harry1972Profil
  • 31.05.2015, 18:58hBad Oeynhausen
  • @ whatever
    Dann guck doch mal bei GayRomeo, wieviele Männer dort evangelisch oder katholisch als Religion angeben. Auf einem Poster sind die christlichen Bekenntniszeichen nurh nicht so auffällig wie ein Kopftuch.
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#10 niccinicciAnonym
  • 31.05.2015, 20:58h
  • kein mensch braucht kopftücher, das Symbol der Unterdrückung. aber süss, das schwule damit fürs strassenfest werben. wieder mal eein versuch, besonders politisch korrekt sein zu wollen. welch Anbiederung.
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