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Queer in Bangladesch

Queer in Bangladesch. Einem Fotojournalisten haben wir es zu verdanken, dass wir mehr über das geheime Leben von LGBT im südasiatischen Bangladesch erfahren.

Gazi Nafis Ahmed, Jahrgang 1982, wurde in der Hauptstadt Dhaka geboren, studierte jedoch in Großbritannien und Dänemark. Mit seiner Kamera ging er mehrfach Tabuthemen in seinem Heimatland auf den Grund, etwa der Ausbeutung von Textilarbeitern.





In seiner grobkörnigen Schwarz-Weiß-Serie "Inner Face" zeigt der Fotojournalist erstmals die queere Community des 158-Millionen-Einwohner-Landes, die sich nur versteckt und privat treffen kann. In dem mehrheitlich muslimischen Land kann Homosexualität mit bis zu lebenslanger Haft bestraft werden - das Gesetz geht noch auf die britische Kolonialzeit zurück.

"Jede Diskussion über Geschlecht und Sexualität ist tabu", sagt Gazi Nafis Ahmed in einem Interview mit Asia Society. "Die gelegentlich stattfindenen Online-Diskussionen sind meisten negativ, wobei die Autoren Homosexualität mal als Sünde, mal als psychologische Störung oder perverses Verhalten verurteilen."





Um so erstaunlicher wirken seine Bilder von zumeist selbstbewussten Lesben, Schwulen und Hijras, die im privaten Umfeld regelrecht aufzublühen scheinen. Einige der von Gazi Nafis Ahmed porträtierten Paare sind seit Jahrzehnten zusammen.

Beim diesjährigen Pride Photo Award wurde die Serie "Inner Face" mit dem dritten Platz in der Kategorie "Stories of Love and Pride" ausgezeichnet. (mize)


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