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Liebe kennt kein Geschlecht

Im Rathaus von Cuxhaven wird am 1. September die Foto-Ausstellung "Liebe kennt kein Geschlecht" eröffnet.

"Lieb' doch, wen du willst...", heißt ein Statement auf einem der Bilder, die der leidenschaftliche Fotograf Sven Hoppmann aufgenommen hat. In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten Heike Bach zeigt der Cuxhavener eine komplette Serie gegen Homophobie erstmals öffentlich in der Bürgerhalle des Rathauses.





Nach Veröffentlichung erster Pro-LGBT-Fotos auf seiner Facebookseite Melancholie Maritim Photographie wurde Hoppmann von einem gewaltigen Shitstorm überrascht, dem wiederum eine Welle der Zustimmung folgte. So erst kam ihm die Idee, weitere Aufnahmen zu machen.





Die Fotoschau wird am Dienstag, den 1. September um 17 Uhr eröffnet. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von dem Musiker "Herr Lehmann" aus Klagenfurt. Die Ausstellung "Liebe kennt kein Geschlecht" ist anschließend bis zum 18. September während der regulären Öffnungszeiten (Mo-Do 8.30-12.30 Uhr, Di+Do 14.30-17 Uhr, Fr 7.30-12.30 Uhr) im Rathaus zu sehen. (cw)


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#1 GefährlichAnonym
  • 01.09.2015, 14:41h
  • Teilweise gefährliche Aussagen, die Schwul- oder Lesbischsein gerade nicht anerkennen.

    Wer schwul oder lesbisch ist, verliebt sich eben nicht "zufällig" in Menschen des gleichen Geschlechts, sondern wegen einer homosexuellen Orientierung.

    Die herrschende Heteronormativität ignoriert das anscheinend in immer neuer Verpackung.
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#2 FortunaAnonym
  • 01.09.2015, 18:20h
  • Nein, es besagt nur, dass eben nicht DU entscheidest, wen du liebst, sondern, dass es kommt, wie es eben kommt. Das explizite Bestehen auf Homosexualität bewertet das Geschlecht ebenso über wie das Hochjubeln von Heterosexualität, weil du dir auch anmaßt zu entscheiden, wer als Mann oder Frau gelten darf und muss, um akzeptabel "homo" zu sein.
    Relevant sollte nur sein: Mensch liebt Mensch - und wird zurückgeliebt.
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#3 AnthrazitProfil
  • 01.09.2015, 19:05hAlfter
  • Ich würde Liebe auch nicht immer ausschließlich als romantische oder erotische Liebe einschränken. Wenn auch Frauen für mich keine erotische Attraktivität besitzen, so gibt's durchaus die eine oder andere die für die ich Liebe empfinde. Halt in Sachen menschlicher Zuneigung, Charakter, Zusammengehörigkeit, Freundschaft, Loyalität. Und so Zeugs. Für mich mit hinreichender Intensität schon: Liebe.
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#4 ursus
  • 01.09.2015, 23:14h
  • ich muss #1 zustimmen: "liebe" ohne sexuellen aspekt mag wirklich mit dem geschlecht nichts zu tun haben, aber "sich verlieben" ist bei sehr vielen menschen eben nicht geschlechtsunabhängig. und wer glaubt, dass man sich verlieben könne in wen man "wolle", der meint es vermutlich wirklich gut, hat aber nicht wirklich verstanden, was verlieben ist.
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#5 AlberTinaAnonym
  • 01.09.2016, 23:41h
  • Diese Aktion findet meine volle Unterstützung. Der Einwand von "Gefährlich", diese Gedanken seien gefährlich und würden schwul- und lesbischsein nicht anerkennen, ist absurd. Wenn es in diesem Text heißt "Zufällig verliebte ich mich in eine Frau", werden ja keine Menschen diskriminiert, die sich immer in Frauen oder immer in Männer verlieben. Sie sind eben durch den Zufall der Geburt homosexuell oder heterosexuell geworden. Es darf aber nicht vergessen werden, dass "Homosexuelle" und "Heterosexuelle" nur die jeweiligen Endpunkte eines fließenden Kontinuums sind, wie der Sexualforscher Kinsey schon sehr richtig feststellte. Doch Homonormativität unterdrückt - ebenso wie Heteronormativität - oft Menschen, die sich als bisexuell, oder - wie ich es in meinem Buch "Die Große Verwechslung" nenne - als "individosexuell" definieren. Da heißt es: "Du weißt nicht, was du willst, du musst dich mal entscheiden, du gehörst nicht zu uns, wir wollen mit dir nichts zu tun haben". Ich musste mir solche Aussagen oft genug anhören. Erfreulicherweise ist dies in den letzten Jahren kaum noch vorgekommen. Dieser Fortschritt muss aber weitergehen, bis die Frage, welches Geschlecht der Mensch hat, den man/frau liebt, so unwichtig geworden sein wird wie die Augenfarbe dieses Menschen.
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