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Schwuler Königsschuss in Köln

Schwuler Königsschuss in Köln. Saufen, Schießen, Schulterklopfen ist nicht nur was für Heteros: Am vergangenen Wochenende hat Kölns schwul-lesbische Schützenbruderschaft "St. Sebastianus und Afra Köln von 2012 e.V." ihre neuen Majestäten ermittelt.

Unter der Anteilnahme von fast 100 Zuschauerinnen und Zuschauern kämpften drei Männer und keine Frau um den Titel des Schützenkönigs, den schließlich Ralf Kotlarski mit 22 Ringen errang. Das Foto oben zeigt den hochdekorierten und etwas angestrengt wirkenden Herrn bei seinem Königsschuss.

Vergeben wurde noch weitere schönklingende Titel: "Rainbowking", ermittelt aus den schwul-lesbischen Vereinen der Domstadt, wurde in diesem Jahr Wolfgang Radic von den Kölner Schwusos mit dem 125. Schuss. Als "Jungschützenkönigin" mit 24 Jahren ging Sonja Löllgen aus dem Wettbewerb hervor. Und erstmalig in der Geschichte der jungen Bruderschaft konnte die vierjährige Shereen-Marie Löllgen die Würde der "Bambiniprinzessin" erringen.

Wer die skurrile Truppe kennenlernen möchte, hat dazu am Samstag, den 26. September Gelegenheit. In der Pfarrkirche St. Petrus Canisius in Köln-Buchforst findet um 17 Uhr die "feierliche Krönung der neuen Majestäten" statt. Im Anschluss wird im Schützenhaus zu Buchheim der "Königsabend" gefeiert - Eintritt ist frei.

Die Schützenbruderschaft St. Sebastianus und Afra Köln von 2012 e.V. war im März 2012 als Reaktion auf einen Beschluss des Dachverbands Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gegründet worden, der es homosexuellen Schützenkönigen untersagt, bei offiziellen Anlässen gemeinsam mit ihrem Partner aufzutreten (queer.de berichtete). (cw)


-w-

10 Kommentare

#2 HonestAbeProfil
  • 08.09.2015, 15:09hBonn
  • Wenn man sich dafür an so einer komischen Stange abstützen muss, finde ich das ganz schön FAKE!
    Frage mich wer mehr Punkte auf der Waldkampfbahn abräumen würde ...
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#3 Lukas45Anonym
  • 08.09.2015, 15:45h
  • Finde ich eine gute Aktion: dieser Verein. Viele schwule Männer kommen vom Land und ein beachtlicher Teil von Ihnen ist mit Schützenfesten aufgewachsen, da ist das vollkommen logo, das diese schwulen Männer, wenn sie denn in die Großstadt gehen, auch einen Schützenverein in Köln gründen. Wobei viele schwule Paare, die ich so kenne, ziehen bereits wieder aus den Großstädten raus und wohnen auf dem Land (Natur, Garten, mehr Platz, keine Parkplatzsuche, usw.).
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#4 Wolf am RheinAnonym
  • 08.09.2015, 20:43h
  • Drei Worte aus Eurem Beitrag reichen, um die Diskriminierung von Teilgruppen der Schwulen durch Schwule zu entlarven:
    Saufen - schönklingend - skurrile Truppe.
    Ihr solltet Euer Lehrgeld zurückgeben. Diesen Artikel auf der gleichen Seite mit Frau Kelle zu sehen, bei deren Beiträgen Ihr (zu Recht) über Diskriminierung klagt.
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#5 lupi1391Anonym
  • 08.09.2015, 21:08h
  • @HonestAbe
    Diese "komische Stange" auf dem Foto dient normalerweise zu Auflage des KK und des GK Gewehres. Ich weis ja nicht ob du dich mit dem Thema Schießsport schon einmal auseinander gesetzt hast, aber auf einer Distanz von 50-100 Meter KK oder GK zu schießen erfordert jahrelanges Training, denn dein Argument mit der "Waldkampfbahn" kannst du nicht mit dieser art des Schießsports vergleichen. Und ausserdem wurde angestrichen und nicht aufgelegt geschossen!
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#6 HonestAbeProfil
  • 08.09.2015, 22:25hBonn
  • @lupi1391
    Ich gebe zu, dass ich "Schießsport" zum Schreien komisch finde. Für mich wäre der Gebrauch der Schusswaffe eine Notwendigkeit im Not- oder Verteidigungsfall. Selbstverständlich auch für Jäger die für die Hege zuständig sind. Aber dieses Geballer auf Zielscheiben nebst Tragen von traditionellen Gewandungen zum "Spaß an der Freud" finde ich ziemlich kindisch. Aber jedem das Seine. Jedenfalls würde mich ein echter Wettkampf (nach meiner Definition) mehr reizen. Geschmackssache eben.
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#7 Afra-SchützeAnonym
  • 09.09.2015, 12:45h
  • Der Verein St. Sebastianus & Afra hat der Redaktion bereits eine Beschwerde über den nicht sehr objektiven Bericht eingereicht. Wie bereits kommentiert, ist der Bericht an mind. 3 Stellen nicht stimmig und diffamierend, auch gegenüber anderen schwul-lesbischen Vereinen, die an dem Abend anwesend waren. Einen Bericht auf "BILD"-Niveau haben wir von einem als seriöse Quelle einzustufenden Queer-Portal nicht erwartet.
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#8 Harry1972Profil
  • 09.09.2015, 21:26hBad Oeynhausen
  • Ich bin der Meinung, daß sich diese Schützenbruderschaft den Spott schon gefallen lassen muss.
    Immerhin imitieren sie das heterosexuelle Vorbild nur, ohne eigene kreative Ideen umzusetzen und krönen ihre Majestäten in einer Pfarrkirche.
    Bei soviel Anbiederung ist der Spott mehr als verdient und im Kommentarbereich wird sich auch noch ganz humorbefreit beklagt.
    Hättet ihr schwule Klischees aufgegriffen und mal komplett auf diese Vereinsmeierei geschissen, dann wäre alles gut.
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#9 Afra SchützeAnonym
  • 10.09.2015, 16:01h
  • In der Musik haben Stars wie Lady Gaga und andere erstmal ihre Vorbilder imitiert und danach ihre kreative Ideen entwickelt. Du kannst ein System nur beeinflussen, wenn Du es erst imitierst um es von Innen heraus zu ändern. Das soll unkreativ sein?
    Dass das Schützenwesen jetzt über seine Modernisierung nachdenkt, ist mit unser Verdienst. Das hat selbst der Kölner OB beim CSD Empfang 2015 gelobt. Der Spott der Community ist unserer Meinung nach unberechtigt, er gibt uns aber auch recht.
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#10 Harry1972Profil
  • 10.09.2015, 18:24hBad Oeynhausen
  • Ähmm... Lady Gaga als kreativ zu bezeichnen, halte ich schon für gewagt. Die Frau hat ein Konzept umgesetzt und geschickt bei Klaus Nomi bis Madonna abgekupfert. Wozu tragt ihr überhaupt dieselben Pseudo-Uniformen wie sie in den Heterovereinen üblich sind? Warum die Pfarrkirche? Das ist doch alles biedere Anpasserei und sonst nichts.
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