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Unsere Fahne bleibt!

Bild: Wayne Taylor

Unsere Fahne bleibt! In Australien kämpft ein schwules Rentnerpaar um seine Regenbogenfahne auf dem Balkon.

Der 78-jährige Murray Sheldrick und sein sechs Jahre jüngerer Partner James Bellia aus Port Melbourne erhielten am vergangenen Mittwoch einen unfreundlichen Brief von der Hausverwaltung. Wenn sie nicht umgehend die Regenbogenfahne vom Balkon ihrer Eigentumswohnung entfernten, müssten sie mit einer Klage rechnen. Die Pride-Flagge, so hieß es im Brief, sei "Werbung" und würde die Ruhe der Nachbarn stören.

"Das ist eindeutig Homophobie", erklärten Murray und James, die seit 50 Jahren ein Paar sind und 1998 Opfer eines schwulenfeindlichen Übergriffs wurden. Die Fahne hätten sie nur zu bestimmten Anlässen wie dem Australia Day oder dem Geburtstag der Königin auf ihrer großen Terrasse gehisst, die nur von wenigen Nachbarn einzusehen sei. Damit die Regenbogenflagge bleibt, wandten sich die beiden früheren Inneneinrichter an die Presse und den Stadtrat.

Während die Hausverwaltung den Vorwurf der Homophobie zurückwies und erklärte, es gehe nur um das "einheitliche Erscheinungsbild" des Gebäudes, boten mehrere Rechtsanwälte dem schwulen Rentnerpaar spontan ihre Hilfe an. Unterstützung kam auch von der Gay and Lesbian Rights Lobby: "Es gibt keine gesetzliche oder moralische Rechtfertigung, Menschen darin zu hindern, stolz auf sich selbst zu sein", erklärte deren Sprecher Justin Koonin. (mize)


-w-

#1 AlexAnonym
  • 15.10.2015, 14:59h
  • 1. Die Flagge ist keine "Werbung", sondern eine Meinungsäußerung.

    2. Wie soll eine Flagge die "Ruhe der Nachbarn stören"?

    Gut, dass die beiden sich gegen diesen Hass wehren und dass ihnen so viele Leute helfen.
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#2 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 15.10.2015, 17:25h
  • Ich habe ein wenig Bauchschmerzen mit dem Begriff "Meinungsäußerung" - das klingt mir etwas zu läppisch. Ich begreife die Fahne eher als politisches Symbol - und damit wird klar, warum deren Hissung so häufig verhindert wird. Wer nicht für Gleichstellung und Akzeptanz ist, wendet sich dagegen - wie wir immer wieder erleben. Sicher hätte die Hausverwaltung nichts gegen das Hissen der australischen Nationalflagge gehabt - "einheitliches Erscheinungsbild" hin oder her.
    bit.ly/1Ms8e9k
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#3 giliattAnonym
  • 16.10.2015, 01:19h
  • Mutig, dass die Jungs die Regenbogenflagge auf ihrem Balkon wehen lassen! WERBUNG ist sie nicht und stört auch nicht die Ruhe der Nachbarn, sofern sie nicht rund um die Uhr lautstark knattert. Selbst unerzogenen Hunde dürfen 20 Min. am Tag kläffen, ohne Grund zu liefern für eine Klage. Allerdings muss man dem Vermieter auch zugestehen, dass er nicht erlaubt, dass irgendein im Mietvertrag nicht vereinbartes Gebammel oder Gerät vertragswidrig an die Fassade geheftet wird. Homophobie etwa? NEIN!
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