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Eine Art von Abwesenheit

Der deutsche Fotograf und Künstler Dirk H. Wilms hat seine persönlichen Arbeiten seit dem Jahr 2001 auf Selbstporträts fokussiert - dem Jahr, in dem er seine HIV-Diagnose erhielt.

Die ersten vier Jahre nach dieser Diagnose verließ Wilms, der 1966 geboren wurde, kaum noch sein Haus, weil er Angst hatte, dass jeder sofort weiß, dass er das Virus in sich trägt. Aber er wollte nicht vergessen werden. Er entschied sich, sein Leben mit Hilfe der Fotografie auf künstlerische Weise zu dokumentieren.

"Ich glaube, die unerwartete Ablehnung die mir damals entgegen schlug, diese Momente der Sprachlosigkeit gegenüber einer Welt, die mich nicht mehr wollte, haben bewirkt, dass ich mich mit der Infektion, damals wie heute, künstlerisch in Form meiner Selbstporträts auseinandersetze", sagt Dirk H. Wilms. "Ich will, dass man nach meinem Tod weiß, ich war hier."

Die ersten sichtbaren Spuren, die das Virus hinterließ, waren in seinem Gesicht zu sehen. So entstand die stilistische Idee, das Gesicht auf den Selbstporträts ganz oder teilweise zu verdecken.

Nun wird die Fotoserie mit dem Titel "Eine Art von Abwesenheit" vom 13. November bis 9. Dezember in Weimar ausgestellt. Gemeinsam mit der Aids Hilfe Weimar & Ostthüringen präsentiert die Galerie Markt 21 insgesamt 40 Fotografien des Künstlers. Vernissage ist am Freitag, den 13. November 2015 um 21:15 Uhr.

Sechs Fotografien des Künstlers haben wir in einer Online-Galerie zusammengestellt, weitere Infos gibt ein kurzes Video:


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