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Trans-Eltern

In Ecuador sorgt seit Wochen eine ganz besondere Schwangerschaft für Schlagzeilen: Transmann Fernando Machado ist schwanger - mit dem Kind seiner Partnerin Diane Rodriguez.

Die 33-Jährige ist selbst eine Transfrau. Das Paar, das sich vor zwei Jahren online kennenlernte, hatte die Schwangerschaft im Oktober in sozialen Netzwerken bekannt gegeben. Inzwischen ist Machado im vierten Monat schwanger. Der zukünftige Sohn wurde "natürlich" gezeugt: Beide Partner haben noch keine geschlechtsanpassende Operationen begonnen.

Rodriguez ist eine der bekanntesten AktivistInnen des Landes: 2013 organisierte sie das erste Treffen von Präsident Rafael Correa mit LGBT-Gruppen und trat in dem Jahr selbst als erste Vertreterin aus der Community zu den Parlamentswahlen an. Zuvor hatte sie jahrelang darum gekämpft, dass ihr Geschlecht in ihrem Ausweis anerkannt wird.

Ihr 22-jähriger Partner, der wie Rodriguez Hormone einnimmt, stammt ursprünglich aus Venezuela, einem ebenfalls hochkatholischen Land. Anfeindungen seitens der Kirche habe man wegen der Schwangerschaft noch nicht bekommen, sagt das Paar. Auch in sozialen Netzwerken habe es viel Zuspruch gegeben. "Wir versuchen, den Mythos um transsexuelle Menschen zu brechen", so Rodriguez. Abseits vom Aktivismus sei das Kind natürlich vor allem ein Ausdruck privaten Glücks, einer großen Liebe.

Das Kind sei "der Wunsch von uns beiden" gewesen, sagte Rodriguez der britischen "Daily Mail". "Nichts in Biologie und Recht stand dem im Weg, also haben wir uns entschlossen, das zu tun." Vor wenigen Tagen veröffentliche das Paar ein Röntgenbild des Kindes, es entwickelt sich gesund. Ein anderes Bild zeigt Kopfhörer auf Machados Bauch. "Unser Baby hört Mozart", schrieb Machado dazu.



Der nicht abgeschlossene Kampf um die Änderung des Geschlechtsmerkmals im Ausweis könnte in wenigen Monaten bei der Geburtsurkunde des Kindes eine Fortsetzung finden. Die Behörden betreten Neuland wie das Paar: Es soll die erste Trans-Schwangerschaft in Südamerika sein.


-w-

#1 FinnAnonym
  • 26.12.2015, 23:47h
  • Ein nettes Paar, das hoffentlich trotz aller Pionierarbeit auch die Zeit findet, ihre kleine Familie zu genießen.

    Die werden ihrem Kind sicher ein tolerantes Zuhause bieten, wo das Kind niemals Angst haben muss, mit seinen Eltern über irgendwas zu reden.
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