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Coming-out zur Primetime

Am Mittwoch um 20:15 Uhr zeigt Das Erste mit "Aus der Haut" einen beachtenswerten Spielfilm über ein schwules Coming-out.

Die MDR/ORF-Koproduktion mit Merlin Rose, Claudia Michelsen und Johann von Bülow beschreibt die Suche eines 17-Jährigen nach seiner sexuellen Identität und das Drama, das sich entspinnt, als er sie gefunden hat.

Der Inhalt: Jahrelang stellten Milans Eltern für ihren liebenswerten, aber unkontrollierbaren Sohn die eigenen Bedürfnisse zurück. Jetzt hat Mutter Susann sich einen Traum erfüllt: die eigene Praxis. Auch Vater Gustav sieht sich nach neuen beruflichen Herausforderungen um. Doch dann baut Milan einen schweren Unfall - mit dem Wagen des Vaters und mit 1,7 Promille im Blut.

Dem Selbstmordversuch im Affekt - im betrunkenen Überschwang hatte Milan seinen besten Freund Christoph geküsst - folgt kurz darauf eine Affäre mit dem älteren Fotografen Harro. Den Eltern fällt es wie Schuppen von den Augen: Milan ist schwul und endlich normal! "Okay, das ist doch in Ordnung", sagt der Vater.

Aber das Coming-out des Sohnes setzt einen Prozess in Gang, der nicht nur Milan vor große Herausforderungen stellt, sondern das vermeintlich harmonische Familiengefüge ins Wanken bringt.

"Aus der Haut" von Regisseur Stefan Schaller ist ein Film über den Wahnsinn des Erwachsenwerdens, über Eltern, die sich erwachsen wähnen und denen das Leben einen Strich durch die Rechnung macht, sowie über die empfindliche Statik des Zusammenlebens in der Familie. Sehenswert! (cw/pm)


-w-

25 Kommentare

#1 MarekAnonym
  • 08.03.2016, 13:10h
  • GLBTI dürfen nicht nur mal ab und zu als Alibi im Programm sein. Sondern sie müssen den Anteil am Programm einnehmen, den sie auch im realen Leben einnehmen.

    Denn sie zahlen genauso GEZ-Gebühren wie alle anderen auch. Und unabhängig davon haben gerade die öffentlich-rechtlichen Sender die Aufgabe und die Pflicht, die Realität ohne Verzerrungen wiederzugeben und über die Realität aufzuklären.
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#2 Patroklos
#3 dem ZooAnonym
  • 08.03.2016, 20:10h
  • Also mal wieder der jährliche Schwulen-Zoo ("Toleranztag/-woche"), wo sich sonst eine heterosexistische Inszenierung an die andere reiht und ein Homo-Hasser dem anderen die Klinke in die Hand gibt. Und natürlich muss Coming-out gleich wieder Tragödie und Chaos bedeuten. Eine gleichberechtigte Darstellung und Sichtbarkeit schwuler Hauptfiguten und Charaktere sieht völlig anders aus.
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#4 retKonAnonym
  • 08.03.2016, 20:37h
  • Sorry, mal wieder das typisch deutsche Problem- und Betroffenheitsfernsehen.. Nein Danke...
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#5 Prime InternatioAnonym
#6 LukaasAnonym
  • 09.03.2016, 00:55h
  • Ja die müssten noch häufiger Filme mit schwulen Themen zeigen und zurecht darf man das kritisieren, aber nicht an dieser Stelle. Denn dieser Film zur Prime Time ist schonmal eine super Sache. Deswegen bitte nicht immer meckern.
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#7 Patroklos
#8 nur ein toterAnonym
  • 09.03.2016, 10:52h
  • schwuler ist ein guter schwuler, oder so ähnlich, könnte man aus dem trailer ablesen. diese art der darstellung von schwulen gab es in anderen ländern schon vor 30 bis 40 jahren. inzwischen gab und gibt es unzählige regelmäßige hauptrollen, siehe z. b. #5, in denen schwule gleichberechtigt dargestellt werden. anscheinend haben im toitschen staatsfernsehen immer noch die rechten netzwerke aus dem "dritten reich" das sagen, die nie wirklich beseitigt wurden. siehe rassistische kampagnen usw.
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#9 MischarAnonym
  • 09.03.2016, 10:58h
  • Schade, dass sich prompt Leute melden und den Film kritisieren, obwohl sie ihn noch gar nicht gesehen haben. Wäre es nicht besser, erst mal die Ausstrahlung im Fernsehen abzuwarten und dann ein Urteil zu fällen? Wir vom Gay Summit Club Allgäu durften "Aus der Haut" letzten Oktober bei unserem 21. schwulen Filmfest vor ausverkauftem Haus als Preview zeigen. Es gab Szenenapplaus und zum Schluss minutenlangen Beifall. Ein starker Film mit herausragenden Darstellern, der hervorragend ankam.
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#10 EqualityAnonym
  • 09.03.2016, 11:07h
  • Eine gleichberechtigte und selbstverständliche Darstellung von Schwulen und schwulen Partnerschaften gibt es im milliardengefütterten Oberschichten-Fernsehen nicht. Weiße, heterosexuelle Figuren, Schwätzer- und Hetzer*innen aus der Oberschicht und oberen Mittelschicht dominieren das geradezu faschistoide Programm.
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