Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/b?1488

Sieg vor Gericht: Carmen darf nach Hause

Sieg vor Gericht: Carmen darf nach Hause. Vor 15 Monaten kam Carmen mit Hilfe einer Leihmutter in Thailand zur Welt - jetzt erst darf sie mit ihren beiden schwulen Vätern nach Spanien ausreisen.

Ein Familiengericht in Bangkok sprach am Dienstag dem amerikanisch-spanischen Ehepaar Gordon Lake und Manuel Santos das Sorgerecht zu. Zuvor hatte sich die Leihmutter Patidta Kusolgang geweigert, die für die Ausreise notwendigen Papiere zu unterschreiben. Die Regenbogenfamilie blieb notgedrungen in Thailand, sammelte Spenden für Miete und Lebenshaltungskosten ein und zog vor Gericht. Über den Fall wurde weltweit berichtet.

Um ihr zweites Kind zu bekommen - Sohn Alvaros wurde vor drei Jahren von einer indischen Leitmutter geboren -, hatten die beiden 41 Jahre alten Männer insgesamt 35.000 Euro bezahlt, nur ein Teil davon ging an die 34-jährige Thailänderin. Der biologische Vater von Carmen ist Lake. Das Kind wurde mit einer Spendereizelle gezeugt, die Leihmutter ist damit biologisch nicht mit ihm verwandt. Da sie Carmen jedoch austrug, gilt sie rechtlich als Mutter.

Zunächst lief bei dem über eine Agentur abgeschlossenen Geschäft alles nach Plan. Einen Tag nach der Geburt unterzeichnete die Leihmutter die notwendigen Papiere, damit die beiden Väter Carmen aus dem Krankenhaus mitnehmen konnten. Zehn Tage später schickte sie jedoch eine SMS, dass sie es sich anders überlegt habe. Grund ist vermutlich Homophobie: Gegenüber thailändischen Medien erklärte Patidta Kusolgang, dass ihre Tochter bei einem "echten Ehepaar" aufwachsen sollte.

Die Vermittlung von Leihmüttern war jahrelang ein einträgliches Geschäft in Thailand. Nach dem Militärputsch vor zwei Jahren sind entsprechende Verträge mittlerweile jedoch illegal. (cw)


-w-

#1 Patroklos
  • 27.04.2016, 09:05h
  • Herzlichen Glückwunsch an die beiden Männer, daß sie den Prozeß gewonnen haben und ihre Tochter nun zu sich nehmen können! Ich wünsche den Dreien alles Gute!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 odradekAnonym
  • 27.04.2016, 14:25h
  • Ich halte Leihmutterschaft, wie sie hier praktiziert wird, für die Ausnutzung der Armut in Südasien. Warum wird der thailändischen Mutter eine fremde Eizelle eingesetzt? Weil die zwar das Kind austragen soll, aber thailändisch soll das Kind auf keinen Fall sein.
  • Antworten » | Direktlink »