Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/b?1514

Die männerhassende Lesbe am Baugerüst

Die Gerüstbau Samiez GmbH aus Ronnenberg bei Hannover hat wieder einmal daneben gegriffen - ihr neuestes "freches" Werbemotiv beruht auf einem homophoben Klischee.

Das Unternehmen Samiez ist dafür bekannt, an seinen Gerüsten attraktive, oft südländisch aussehende junge Männer im Comic-Stil als Werbeträger zu präsentieren. Auch in der neuesten Kampagne steht ein muskelgestählter Bauarbeiter im Zentrum der Aufmerksamkeit. Eine junge Frau schaut verliebt, und eine ältere Dame scheint beim unverhofften Anblick noch Frivoleres als eine Romanze im Sinn zu haben.

Als dritter Passant schmachtet nun keineswegs ein schwuler Mann den Astralkörper an. Die Firma Samiez entschied sich stattdessen für ein homophobes Klischee aus der untersten Schublade: Eine anscheinend männerhassende Lesbe mit kurzen, roten Haaren und lila Schlabberpulli grummelt frustriert vor sich hin und scheint - nimmt man der Totenkopf in ihrer Gedankenblase ernst - dem athletischen Gerüstbauer sogar den Tod zu wünschen.

Warum die Verantwortlichen der Gerüstbau Samiez GmbH meinen, dass Frauen, die Frauen lieben, deswegen (attraktive) Männer hassen, bleibt deren Geheimnis. Aber vielleicht wollen sie ja, dass man deswegen mal nachfragt. Wozu sonst haben sie wohl die Rufnummer (0511) 77 44 14 gut sichtbar auf der Plane platziert?

Ein einsamer Ausrutscher ist das homophobe Motiv übrigens nicht. Auch mit einem weiteren unterirdischen Plakat sorgt Samiez seit Monaten für sehr berechtigte Proteste. (neo)


-w-

16 Kommentare

#1 GeorgGProfil
  • 20.05.2016, 12:19hBerlin
  • Jedenfalls ist die ältere Dame gut getroffen. Wie im richtigen Leben! Dort kann man auch beobachten, wie ältere und alte Frauen beim Anblick eines gut aussehenden jungen Mannes rattenscharf werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SigmundAnonym
  • 20.05.2016, 13:15h
  • Und wie immer gibt es für GeorgG gar kein Problem. "Homophobie? Guckt mal da, ein Eichhörnchen!"
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Demian87Anonym
  • 20.05.2016, 13:48h
  • Der Artikel selbst ist ja auch nicht ganz vorurteilsfrei, wie mir scheint. Oder anhand welcher Merkmale wurde die linke Person von den Autoren als Lesbe identfiziert?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Alexander FewsonAnonym
  • 20.05.2016, 14:14h
  • Also, dass die linke Frau dann gleich als Lesbe erkannt wird, komisch.... Erkennen wir da einen gewissen hauch von Vorverurteilung im eigenen Lager? Vielleicht ist das einfach die zweite Enkelin der heißen Oma die es ziemlich aufregt, dass ihre Familie lieber ein Sixpack anglotzt als mit ihr nachmittags Kaffee trinken zu gehen... Aber nein natürlich sie hat kurze Haare und einen Schlabberpulli an! Die muss lesbisch sein!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 RechtsruckAnonym
  • 20.05.2016, 14:57h
  • Die Frau links passt auf jeden Fall nicht in die üblichen zwangsheterosexuellen Rituale, die überall in Werbung und Medien inszeniert und indoktriniert werden, und wird deshalb gleich als frustriert, verbittert und männerhassend bzw. dem dort dargestellten Mann den Tod wünschend dargestellt. Da zeigt sich, wie nah die herrschenden (Hetero-) Sexismen an einem Geisteswahn sind und diesen überall befördern. Jede_r, der_die sich diesem Wahn verweigert, wird umgehend diffamiert und stigmatisiert.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 UmkehrungAnonym
  • 20.05.2016, 15:07h
  • @Alexander: Genau, und es war auch antisemitisch, in "Jud Süß" unbedingt Hetze gegen Juden erkennen zu wollen. Vielleicht sollten das einfach nur leute mit großen Nasen sein?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Peter SingerAnonym
  • 20.05.2016, 15:19h
  • Was ist das Problem beim zweiten Bild (mit den Brüsten)? Ich dachte ihr seid für sexuelle Freizügigkeit und glaubt das ist der einzige Weg zur Emanzipation?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 ursus
  • 20.05.2016, 16:35h
  • zu peter singer: du verwechselst da leider schon wieder sexismus und sexuelle freiheit. das ist aber eben nicht das selbe, sondern ein gegensatz. so schwer zu verstehen?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 AfD-WerberAnonym
#10 Peter SingerAnonym
  • 20.05.2016, 17:51h
  • @ursus: Sexisums ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Das kann ich im zweiten Bild nicht erkennen. Ich bin für sexuelle Freizügigkeit und da muss man so ein Bild schon aushalten. Theoretisch dürfte es keine Rolle spielen, welches Geschlecht hier jemanden bewundert. Das erste Bild ist natürlich daneben wegen der stigmatisierten Lesbe.
  • Antworten » | Direktlink »