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Schickt sie nicht zurück ins Dunkel!

Schickt sie nicht zurück ins Dunkel! Der deutsche Ableger der LGBT-Bewegung All Out hat eine Kampagne gestartet, um die Einstufung von Algerien, Marokko und Tunesien als "sichere Herkunftsstaaten" in letzter Minute zu verhindern.

Zentrum der Kampagne ist eine Online-Petition mit der Überschrift "Schickt sie nicht zurück ins Dunkel!". Diese richtet sich in erster Linie an die grünen Mitglieder des Bundesrats, die mit ihrer Sperrminorität das Gesetz in der Länderkammer noch stoppen könnten. Im Bundestag hatte die Ökopartei zusammen mit den Linken geschlossen gegen die Einstufung der drei Länder als "sichere Herkunftsstaaten" gestimmt.

Die Gesetzesänderung bedeutet, dass es künftig hohe Hürden für Bürger aus Algerien, Marokko und Tunesien gibt, in Deutschland Asyl zu beantragen. Diese Asylanträge werden zunächst als "offensichtlich unbegründet" gelten. Flüchtlinge müssen dann die deutschen Behörden vom Gegenteil überzeugen und ihre Verfolgung mit Dokumenten nachweisen (queer.de berichtete).

"In allen drei Ländern werden Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* Personen diskriminiert, strafrechtlich verfolgt und von ihren eigenen Familien, Nachbarn und Behörden geächtet", heißt es in der Petition von All Out. "Erst vor wenigen Wochen wurden zwei Männer in Marokko in ihrem eigenen Haus Opfer einer brutalen Messerattacke - und wurden anschließend selbst wegen 'Unzucht' angeklagt."

Um die Kampagne zu bewerben, hat All Out den Hashtag #NICHTSICHER kreiert sowie Banner entworfen, die auf Facebook und Co. geteilt werden können. (mize)


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#1 uwekrefeldProfil
  • 21.05.2016, 18:30hKrefeld
  • ich wünschte unsere Regierung, allen voraus die Unionsparteien, sollten mal für 14 Tage sich in den "sicheren Herkunftsländern" aufhalten.
    NICHT in den Touristenhochburgen, sondern frei in den "normalen" Stadtteilen und auf dem Lande.
    Alles nur Geschwätz und keine Rückrat von diesen Möchtegern-Politikern. Bin ich Deutscher? Ich schäme mich, bei so einer Regierung!
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#2 RobinAnonym
  • 21.05.2016, 19:27h
  • Wir haben genug Opfer gesehen, Zeugen gehört, Fotos und Videos sehen müssen, was mit LGBTI in diesen laut Union und SPD angeblich "sicheren Herkunftsstaaten" passiert.

    Wenn Union und SPD schon für ihre Bilanz über Leichen gehen (und das im wahrsten Sinne des Wortes) sollten das jetzt wenigstens die Grünen im Bundesrat stoppen.

    Jetzt müssen die Grünen beweisen, ob sie es ernst meinen oder ob auch sie nur Schoßhündchen der Union sind.

    Gerade bei diesem Thema, wo es um Menschenleben geht.
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#3 SebiAnonym
  • 21.05.2016, 22:01h
  • @Robin:

    Da kann ich mich nur anschließen:
    die Grünen müssen jetzt Farbe bekennen und mit ihrer Sperrminorität im Bundesrat dieses menschenverachtende, zynische Gesetz stoppen.

    Schließlich geht es hier nicht um Formaldetails wie das Bundeskleingärtnergesetz, sondern um das Leben und die körperliche Unversehrtheit von GLBTI.

    Oder wollen die Grünen jetzt auch verfolgten GLBTI empfehlen sich zu verstellen und zu verstecken?!

    An ihrem Verhalten im Bundesrat müssen die Grünen sich messen lassen.
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