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Streit ums Regenbogen-Klopapier

Das US-Nachrichtenmagazin "Time" hat den amerikanischen Klo-Streit zur Titelgeschichte erhoben, verbunden mit einem kreativen Regenbogen-Cover - dennoch wird in der LGBT-Community gemotzt.

Die Regenbogenfahne stehe in erster Linie für Schwule und Lesben und nicht für Trans*-Menschen, um die es im "Battle of the Bathroom" ausschließlich gehe, heißt es in nicht wenigen Kommentaren in den Sozialen Netwerken.

Die Titelschlagzeile der "Time"-Ausgabe vom 30. Mai bezieht sich auf die mittlerweile nationale Debatte, die das diskriminierende Gesetz HB 2 in North Carolina ausgelöst hat. Nach der Verordnung dürfen Trans*-Menschen keine Toiletten und Umkleiden benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen.

Zuletzt hatte sich vor zwei Wochen US-Präsident Barack Obama in den Klo-Kampf eingeschaltet und eine Direktive zur Gleichbehandlung transsexueller Jugendlicher auf Schultoiletten erlassen (queer.de berichtete). Dagegen wiederum klagen elf republikanisch geführte US-Bundesstaaten vor Gericht.

In der LGBT-Community wird der Klo-Streit indes als Regenbogen-Streit geführt: Die New Yorker Autorin Rachel Sharp hat aus Protest gegen das "Time"-Cover eine Variante mit der Transgenderflagge gebastelt und auf Twitter gepostet.



"Es ist wichtig, dass Nachrichtenmedien es richtig hinbekommen", meinte Sharp, selbst Cis-Frau, gegenüber "Buzzfeed".

Andere Stimmen riefen dazu auf, die Sache nicht unnötig hochzukochen. So gehörten nicht nur Trans*-Menschen selbstverständlich zum Regenbogen dazu, auch Lesben und Schwule seien schließlich von HB 2 direkt betroffen. Das Ende März beschlossene Gesetz untersagt Städten und staatlichen Einrichtungen in North Carolina jeglichen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der Geschlechtsidentität sowie der sexuellen Orientierung.

"Time" ist laut Wikipedia das auflagenstärkste wöchentliche Nachrichtenmagazin der Welt. Es erscheint in vier Ausgaben mit einer Gesamtauflage von rund 5,2 Millionen Exemplaren. (mize)


-w-

#1 RegenbogenAnonym
  • 26.05.2016, 17:14h
  • Die Regenbogenfahne steht allgemein für sexuelle Vielfalt. Wenn Transpersonen, Lesben, Bären, Lederkerle, etc. auch nochmal eigene Fahnen kreieren wollen, ist das ihr gutes Recht.

    Aber deshalb heißt es nicht, dass die Regenbogenfahne sie ausschließen würde.

    Im übrigen kämpfen ja auch genug Schwule und Lesben bei diesem "Klo-Streit" für die Rechte von Transmenschen. So sollte es auch sein: wir alle zusammen. Deshalb finde ich das Regenbogenmotiv gut.
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