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Not the Russian Standard?

Not the Russian Standard? Mit einem schicken Motiv und einem frechen Spruch wirbt die Wodka-Marke Partisan zum CSD um queere Saufnasen - glaubwürdig ist die Erfurter Firma jedoch nicht.

Mit den Slogans "Not the Russian Standard" und "Liebe für Alle" will Partisan auf den CSD-Paraden in Köln und Berlin sowie in sozialen Netzwerken ein Statement gegen die homophobe russische Gesetzgebung setzen. "Russland ist nicht nur die Heimat der Wodka-Tradition. Es ist auch ein Land, in dem die Diskriminierung Homosexueller bis heute an der Tagesordnung steht", heißt es dazu in einer Presseerklärung.

Doch das war's dann leider auch schon. Neben den warmen Worten kündigt das junge Erfurter Unternehmen weder einen Umsatzanteil noch eine andere konkrete Unterstützung für russische LGBT-Projekte an. Erfunden wurde die Kampagne, die gleichzeitig der bekannten Konkurrenz eins auswischen soll, von der Werbeagentur Jung von Matt.

Der Gipfel der Scheinheiligkeit: Produziert wird Partisan nicht etwa in Deutschland, sondern in einer Destillerie in Weißrussland. In dem Land, das oft als "letzte Diktatur Europas" bezeichnet wird, sieht die Lage für Schwule und Lesben nicht viel besser aus als beim großen Nachbarn! (mize)


-w-

10 Kommentare

#1 Patroklos
#2 m18barAnonym
  • 28.06.2016, 13:15h
  • Nicht glaubwürdig weil man jedem Geld geben muss wenn man deutlich machen will welche Meinung man vertritt? Das Weißrussland als Produktionsort genutzt wird ist denke ich das viel größere Problem und auch der Grund warum Partisan bei uns in der Bar seit Jahren nicht mehr im Programm ist.
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#3 WerbungAnonym
  • 28.06.2016, 16:07h
  • Ich erwarte gar nicht, dass jeder, der sich gegen Homophobie ausspricht, auch etwas spenden muss. Das würde mich nicht stören. Das Zeichen allein finde ich schon toll.

    Was aber tatsächlich gar nicht geht: dass die ihr Produkt in einer homophoben Diktatur herstellen und damit letztlich dieses Regime und die dortige Homophobie noch fördern...
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#4 mintpleaveAnonym
  • 28.06.2016, 16:48h
  • Tut mir leid, aber soll H&M und alle anderen Textilunternehmen ihre Produktion nicht mehr in Bangladesch, Indien, China etc. einstellen und ihre Produktion nach Westeuropa verlagern, weil die Produktionsländer alle homophob sind? H&M und diverse andere werben auch mit einem LGBT-friendly Unternehmen.
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#5 remixbeb
  • 28.06.2016, 19:22h
  • mir gefällt das Motiv und ich finde auch nicht, dass die Glaubwürdigkeit oder der gute Wille ausschließlich über das Geld bzw. Spenden geht. Was ich aber wie meine Vorredner auch so sehe, ist, dass der Produktionsort ein Problem ist.
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#6 Carsten ACAnonym
  • 29.06.2016, 12:00h
  • Ich finde das Plakat ein gutes Zeichen. Und es muss nicht jeder auch spenden, damit solche Aktionen glaubwürdig sind.

    Aber die Herstellung in Weißrussland geht tatsächlich gar nicht...
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#7 DimSaAnonym
  • 29.06.2016, 23:24h
  • Seit wann muss man Geld an Orgas spenden, um politische Aussagen zu tätigen? Sehr fragwürdiger Kommentar von queer!
    Die Werbung ist gut, und für (russische) Antiqueerdenker sicherlich provozierend. Anstatt sich zu freuen und anzuerkennen, gerade weil es in Weißrussland produziert wird, werden hier wieder Kritikpunkte gesucht und schlechtgeredet. Ich finde das schade.
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#8 besorgter bürgerAnonym
  • 20.08.2016, 18:30h
  • ne Kampflesbe den Artikel geschrieben? Manche wollen in allem eine Unterdrückung sehen. Soll z.B. McDonalds keine Filialen mehr in Asien haben einer der besten Spots sucht auf youtobe "mcdonalds taiwan gay ad"

    Mann kanns auch übertreiben sich verfolgt und diskriminiert zu fühlen...
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#9 07768Anonym
#10 falken42
  • 21.08.2016, 17:29h
  • die hängen sich an das populäre russlandbashing ran. ich finde queer.de hat recht. wenn sie es ernst meinen würden, könnten sie (ähnllich wie krombacher mit dem regenwald) vom erlös was für unterdrückte homosexuelle in russland spenden.
    so ist es keine politische aussage, sondern einfach marketing.
    politische aktionen wollen was verändern, nicht einfach verkaufen. insofern eher ein potemkinsches dorf, um im bild zu bleiben... mehr schein als sein.
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