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Orlando siegt für Orlando

Bild: Carla Martinez

Seinen jüngsten Kampf widmete der offen schwule Profiboxer Orlando Cruz am Wochenende den Opfern des Anschlags in Orlando - in der siebten Runde schlug er seinen Gegner Alejandro "Alex" Valdez K.O. und wurde zum Sieger gekürt.

Cruz stammt wie zahlreiche Opfer im Club "Pulse" aus Puerto Rico, vier der ermordeten Menschen kannte er sogar persönlich. Zu Beginn des Wettkampfs am Freitag in Kissimmee, das nur etwa 40 Kilometer von Orlando entfernt liegt, wurde zum Gedenken an die 49 Toten 49 Mal die Ringglocke geläutet. Mehrere Überlebende des Massakers befanden sich im Publikum.

"Erst war ich sehr traurig, dann wurde ich sehr wütend", erklärte Cruz gegenüber der Tageszeitung "Orlando Sentinel", warum er diesen Kampf den Opfern widmete. "Und das bin ich noch immer. Weil jemand meine Leute angegriffen hat, meine Community. Aus reiner Homophobie. Er hat damit auch mich persönlich angegriffen."

Orlando Cruz hatte sich im Oktober 2012 als erster aktiver Profi-Boxer der Welt geoutet. Damals war er 31 Jahre alt und erklärte, er sei ein "stolzer schwuler Mann", der die Wahrheit nicht länger verschweigen wolle (queer.de berichtete). Wenige Wochen später gewann er seinen ersten Kampf als offen schwuler Boxer gegen einen mexikanischen Herausforderer (queer.de berichtete). Sein Traum vom Weltmeistertitel hat sich bislang allerdings nicht erfüllt. Cruz gilt derzeit als fünftbester Boxer im Federgewicht. (cw)


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