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Jamaikas LGBT zeigen Flagge gegen den Hass

Zum zweiten Mal wurde in den vergangenen Tagen der Jamaica Pride gefeiert - trotz Homo-Verbots, starker Repression und einer Welle von Gewalt. Höhepunkt war ein ausgelassenes "Familienpicknick" am Strand.

Hunderte LGBT aus dem gesamten Inselstaat beteiligten sich an den verschiedenen Events, die von einem Sport-Tag über einen Pride-Basar bis zu einer "Black Tie Gala" reichten. Den Abschluss bildete am Sonntag das Picknick an einem abgelegenen Strand, zu dem die Teilnehmenden mit Bussen anreisten.

Facebook / J-Flag | Eindrücke vom Familienpicknick

Internationale Unterstützung dürfte zum friedlichen Verlauf des Jamaica Pride beigetragen haben. So hissten die Botschafter der USA, Kanadas und Frankreichs Regenbogenfahnen während der CSD-Woche. Die US-Botschaft in der Hauptstadt Kingston wurde sogar in Regenbogenfarben angestrahlt, was im Land einige Proteste hervorrief.



"Es ist herzerwämend zu sehen, dass die Community unserem Weg folgt, Teil der Veränderung zu sein und zu zeigen, dass wir feiern können, egal was Leute sagen, denken oder tun", erklärte die LGBT-Organisation J-Flag nach der Pride-Woche. "Wir verstecken uns nicht mehr."

Auf Jamaika gibt es eine extrem homo- und transphobe Stimmung in der Bevölkerung: Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2014 befürworten 91 Prozent der Einwohner die staatliche Verfolgung von Homosexuellen (queer.de berichtete). Insbesondere in der Reggae-Musik gehört Homophobie zum guten Ton - so vergleicht der international erfolgreiche Interpret Sizzla Homosexualität seit Jahren mit Kindesmissbrauch und ruft in seinen Liedern zur Ermordung von Schwulen auf (queer.de berichtete). (cw)


-w-

Jamaika: 91 Prozent sehen Homosexualität als Straftat an

Auf Jamaika gibt es nur wenige Menschen, die Schwule nicht verfolgen wollen: Laut einer Umfrage der Zeitung "Gleaner" sprechen sich 91 Prozent der Bevölkerung für die Fortsetzung der Verfolgung von männlichen Homosexuellen aus.
#1 markusbln11Anonym
  • 11.08.2016, 13:47h

  • Und wieder einmal gehört deutschland nicht zu den ländern, due die lokale lgbt-community unterstüzten. Ich schäme mich für diese ignoranz der zuständigen ministerien und das bild, das deutschland damit in der welt von sich vermittelt.
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