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Eine neue amerikanische Familie

Bild: Elinor Carucci for Time

Das US-Magazin "Time" hat ein sensibles Porträt eines Transmannes veröffentlicht, der sich seinen Kinderwunsch erfüllt hat.

Die Autorin Jessi Hempel erzählt die Geschichte ihres 35-jährigen Bruders Evan, der bereits vor 16 Jahren sein transsexuelles Coming-out hatte. Nun hat er sich zusammen mit seinem Partner den langjährigen Wunsch erfüllt, ein Kind zur Welt zu bringen. Bereits seit 2011 hatte Evan dafür die Einnahme von Testosteron gestoppt. Sein Sohn wurde im Frühjahr geboren. Auf einem Foto zum Artikel, der das Entstehen einer "neuen amerikanischen Familie" beschreibt, sieht man ihn beim Stillen.

"Schwangerschaften wie die von Evan - und den vielen, die wahrscheinlich folgen werden - erweitern unsere kulturelle Wahrnehmung von Geschlechternormen", schreibt Jesse Hempel. Gleichzeitig macht sie sich Sorgen. Die Frage, warum ein Mann, der in einem weiblichen Körper geboren wurde, am "exklusiven Ritus des WeiblIchen" festhalte, könne Menschen verstören: "Als Evan mir textete 'Ich bin schwanger', war ich begeistert für ihn, hatte aber auch Angst. Ich dachte, was Fremde wohl zu meinem bärtigen, dickbäuchigen kleinen Bruder sagen könnten, wenn sie ihn im neunten Monat erleben. Und ich fragte mich, würde er sicher sein?" (mize)


-w-

22 Kommentare

#1 Aramis
#2 NumerobisAnonym
#3 aletusAnonym
#4 SchleicheRAnonym
  • 06.09.2016, 18:31h
  • Was denkt ein Baby denn so im Spezialfall? :p
    "Eh schaise, meine Mutter hat´n Bart! Aber immerhin zwei große Milchbeutel, verhungern werd ich wohl nicht. Letztens hat Bartmama behauptet sie wär Papa, son Quatsch, aber wo dat Gesichtsfell herkommt, das wundert mich schon. - Was´n nu los, hier kommt nichts mehr raus *PLÄÄÄÄÄR* ICH WILL DIE ANDERE BRUST *plääääär* - das wurd auch Zeit *weiternuckel*, irgendwie werd ich müde.. LOS SCHAUKEL MICH und sing mir ein Schlaflied!"

    Ganz schön wad los in sonem Babyhirn, oder? ;)
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#5 wiking77
  • 06.09.2016, 21:55h
  • ich kann damit überhaupt nix anfangen! Selbst wenn ich es, rein biologisch, könnte! Babies stillen ist für mich total unmännlich! Es widerspricht schlicht dem (Ideal-)Bild des Mannes, so wie ich es habe. Bei diesem Anblick kann ich mich einfach nur gruseln.
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#6 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 07.09.2016, 00:53h
  • @wiking77

    Das TUT uns jetzt aber auch LEID für Dich...
    wir fühlen mit Dir, dass Du so etwas ertragen musst...

    ...wo es doch einzig und allein auf DEINE persönliche Einstellung dazu ankommt...

    ...das hätte die Familie Dir echt nicht antun dürfen.
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#7 aletusAnonym
  • 07.09.2016, 09:41h
  • @ #5 wiking88
    Dann schau's dir halt nicht an und zieh Leine. Uns gruselt es zu hören, was du wobei empfindest.
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#8 Vater
  • 07.09.2016, 12:06h
  • Ich kann schon verstehen, dass dieser Anblick heftig mit Sehgewohnheiten und unseren privaten Schubladensystemen kollidieren kann.

    "Schubladen" haben aber einen sehr viel schlechteren Ruf, als es idealerweise sein sollte.

    Wenn etwas in der Wahrnehmungsforschung und Psychologie klar ist, dann die Tatsache, dass wir niemals die objektive Welt sehen, sondern immer ein virtuelles Abbild der Welt innerhalb unseres Kopfes.
    Es sind immer nur stark vereinfachte Modelle unserer Außenwelt, die mehr oder weniger extrem von einer objektiven Weltsicht abweichen.

    Ohne diese Vereinfachungen funktionieren wir nicht.
    Kommt es dann zu solchen Brüchen wie im vorliegenden Fall, passen die neuen Informationen manchmal nicht in unser bisheriges Weltbild hinein.

    Das sollte auch in Ordnung sein, solange der Denk- und Reflektionsprozess nicht einfach für beendet erklärt wird.

    Auch wir Schwule sind und waren darauf angewiesen, dass andere ihre Sehgewohnheiten und Weltbilder überarbeiten.
    In den 70ern und 80ern dürften es deutlich mehr Menschen gewesen sein, die beim Anblick von sich küssenden Männern das Kotzen bekamen.

    Eine positive gesellschaftliche Entwicklung war nur dort möglich, wo die Heteros ihre homophobe Sichtweise und ihren Ekel nicht in Stein meißelten.

    Entscheidend ist oftmals auch, dass man in seinem Leben über Fremdes auch stolpert, damit man sich überhaupt daran gewöhnen kann.

    Stillende Männer sind da sicher wesentlich seltener anzutreffen als sich küssende schwule Paare.

    Manchmal braucht man auch die Gelegenheit, mit solchen Dingen warm werden zu können - aller Political Correctness zum Trotz.
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#9 wiking77
  • 07.09.2016, 14:12h
  • Von UrsaMajor #6

    vielen Dank für Dein Mitgefühl und Deine zu ermutigenden Worte.

    Natürlich muss ich solche Bilder aushalten, wenn ich sie sehe. Wir leben doch alle in einer zivilisierten Welt; gefallen müssen sie mir allerdings nicht. Da bin ich froh, dass ich mir noch den Luxus der eigenen Meinung und des eigenen guten Geschmackes bewahren darf.
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#10 KniggeAnonym
  • 07.09.2016, 14:20h
  • @Wiking77: Deinen "guten Geschmack" beweist du immer, wenn du ungefragt ins Forum kotzt, dass du irgendwelche homofeindlichen Arschlöcher anhimmelst, weil die angeblich oh so sexy sind. Wer hier wohl mehr Anlass zum Gruseln gibt...
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