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Nackt im Museum

Bild: Sébastien Roy

Das Montreal Museum of Fine Arts lud in diesem Monat zu seiner ersten Nacktführung ein - eine Robert-Mapplethorpe-Ausstellung bot dafür den absolut passenden Rahmen.

85 Menschen, darunter nur drei Frauen, folgten am 13. Oktober dem gemeinsam mit dem queeren Stadtmagazin "Fugues" gestarteten Aufruf und schauten sich die Porträts und Aktbilder des schwulen Fotografen ohne Klamotten an. Belästigt wurde niemand: Die Nacktführung fand erst nach den gewöhnlichen Öffnungszeiten des Museums statt.

"Wenn man seine Fotos anschaut, erkennt man die Vielfalt der Körper, die er eingefangen hat", erklärte Organisator Thomas Bastien zu Mapplethorpe und seinen Porträts. "Wir wollte einen Weg finden, diese Vielfalt für die Besucher der Ausstellung zu reflektieren."

Einige Eindrücke von der Nacktführung gibt unsere unten verlinkte Galerie sowie ein 25-Sekunden-Clip, den das Montreal Museum of Fine Arts selbst auf Youtube hochgeladen hat:

In Deutschland startet am 3. November die Doku "Mapplethorpe: Look at the Pictures" in den Kinos - Nacktvorstellungen sind uns bislang noch nicht bekannt. (mize)


-w-

#1 Pro NacktheitAnonym
  • 23.10.2016, 11:15h
  • Ich finde ja eh, dass an Nacktheit nichts verwerfliches ist und dass es auch ein Recht auf Nacktheit geben muss.

    Ich selbst würde nicht nackt durch die Stadt gehen wollen, aber ich finde, wenn das jemand tun will, soll er/sie auch das Recht dazu haben.

    Das ist Teil persönlicher Freiheit und nicht "Erregung öffentlichen Ärgernisses".

    Und letztendlich hat jeder ja einen Penis oder eine Vagina. Das ist ja nichts, was man nicht schon gesehen hätte. Bei dem einen halt etwas größer, bei dem anderen etwas kleiner - na und?
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#2 Carsten ACAnonym
  • 23.10.2016, 11:25h
  • Da kann ich mich nur Kommentar #1 anschließen:

    Ist Nacktheit nicht das natürlichste auf der Welt? Jeder Mensch ist nackt geboren...

    Als "Erregung öffentlichen Ärgernisses" empfinde ich eher andere Dinge: z.B. Demos von Rechten.
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#3 QuirkAnonym
#4 audi5000Profil
  • 23.10.2016, 12:41hlindau
  • ich hätte da auch mindestens flipflops an. weil ich nicht barfuss laufen will wo andere vorher mit dreckigen schuhen waren und ich barfuss laufen noch nie mochte.
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#5 Patroklos
#6 LinusAnonym
  • 23.10.2016, 17:34h
  • Coole Aktion!

    Sowas sollte es öfters geben.

    Auch hierzulande. Alleine schon, um den ganzen Ewiggestrigen zu zeigen, dass wir uns nicht unsere Freiheiten nehmen lassen und uns nicht deren Moral-Diktat unterwerfen.

    Ich wäre dabei...
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#7 audi5000Profil
#8 LarsAnonym
  • 24.10.2016, 11:10h
  • Also, eine FKK Kultur gibt es auch in Deutschland, und sogar recht lange. Auch die Kunst, besonders das Theater ist in Deutschland sehr freizügig. Insofern hielte ich es für nicht besonders überraschend, wenn es hierzulande ähnliche Initiativen im Kulturbereich gäbe.

    Mapplethorp als Thema für solche eine Führung ist gut gewählt. Die Art, wie er den menschlichen Körper darstellt, ist explizit, erotisch aufgeladen, aber auf eine merkwürdige Art kühl und auch ziemlich steril. Die brilliante Überästhetik wirkt manchmal wie eine Maske, hinter der emotionale Verletzlichkeit oder Nichtperfektion (auch eine Form / ein Aspekt von Nacktheit) vehüllt wird.
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#9 Heinrich KramerAnonym
  • 24.10.2016, 12:22h
  • Jetzt bin ich aber sehr positiv überrascht! Acht Kommentare und alle pro (Freiheit zur) Nacktheit.

    Übrigens: Die Idee ist gut und es wäre schön, wenn es derartige Aktionen auch hier in Deutschland gäbe.

    Was ich nie verstehen werde: Nazis in Springerstiefel und Bomberjacke sind okay, Rocker mit Ihren Kutten auch, das ganze vielleicht noch garniert mit zwei Kampfhunden. Keine Gefahr für die öffentliche Ordnung. Ein nackter Mann oder eine nackte Frau, schon wird mit harten Gegenständen geworfen (
    www.derwesten.de/staedte/essen/warum-fuenf-essener-nachts-na
    ckt-nach-hause-liefen-id9657729.html).


    Da hat sich doch das allgemeine Bewusstsein sehr merkwürdig entwickelt.
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#10 LarsAnonym
  • 24.10.2016, 13:18h
  • @8

    Dann will ich damit das doch ein wenig Differenzieren: Die Aktion fand zwar in der Öffentlichkeit, aber in einem geschützten Rahmen und außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten und im künstlerischen Kommunikationsrahmen statt. Nacktheit ist ja, wie Ver- und teilweise Enthüllung, ein vieldeutiges Stück Kommunikation mit der Umwelt. Nacktheit vor Fremden, mit denen keine Intimität angestrebt wird, setzt, z.B. in öffentlichen Bädern und Saunen, beim Arzt oder anderen Orten, ein gewisses Maß an (körperlicher) Distanz, Enterotisierung und Rücksicht voraus. Deshalb bedarf es dafür meist eines zeitlichen und räumlichen Rahmens. So hat die teilweise Nacktheit auf CSD´s durchaus einen Ausstellungscharakter.
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