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Die Inszenierung von Geschlechterrollen

Die ukrainische Fotografin Lana Yanovska hat androgyne Menschen sowohl in "männlicher" wie "weiblicher" Pose porträtiert - ihre Serie "Polarity" wurde jetzt in Amsterdam ausgezeichnet.

Yanovska erhielt am Wochenende den Publikumspreis im Rahmen des diesjährigen Pride Photo Award. Von den 13.156 Besuchern der Wettbewerbs-Ausstellung in der Amsterdamer Oude Kerk stimmten fast ein Drittel für "Polarity". Die Serie hatte zuvor bereits den ersten Preis in der Kategorie "Insiders/Outsiders" gewonnen.

Mit dem Hauptpreis war im Juli ein Bild der türkischen Journalistin Akin Celiktas vom verbotenen Istanbul Pride ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).

Die Serie von Lana Yanovska "zeigt, wie sehr Geschlechterrollen eine Inszenierung sind, und konfrontiert den Betrachter mit den eigenen Geschlechtsnormen", heißt es in einer Pressemitteilung des Pride Photo Award zum Publikumspreis. Alle "Polarity"-Porträts kann man sich in der unten verlinkten Galerie anschauen. (mize)

Galerie:
Polarity (10 Bilder)

-w-

#1 LarsAnonym
  • 24.10.2016, 15:23h
  • Es gibt wohl kein besseres Mittel, das offene Nachdenken über queere Identitäten anzuregen und die Wahrnehmung zu schulen, als die Kunst.

    Interessant ist es, beim Betrachten der Bilder sich sebst zu beobachten, denn damit kommt man den eigenen Vorstellungen von authentischer Männlichkeit / Weiblichkeit ein Stück weit auf die Spur. Was bedeutet die eine oder andere Inszenierung für mich, was bewirkt wahrgenommene Männlichkeit und Weiblichkeit in meiner Vorstellung, was für einen Menschen und Charakter ich vor mir habe? Beeinflusst es meine Sympathie?

    Es wäre spannend, nachdem dieses Projekt bewusst "polarisiert" und die Modelle geradezu in zwei Geschlechter aufspaltet, eine Serie zu machen, in der die Personen sich in einer Form präsentieren, die für sie selbst "authentisch" erscheint. Ich vermute, der/die ein oder der/die andere wird sich für ein eindeutiges Geschlecht entscheiden, andere für etwas dazwischen. Vermutlich lehnen auch manche eine permanente Zurodnung ab und schätzen an sich die Vielfalt oder auch die Polarität der Rollen. Ich vermute, wie bei jeder Selbstinszenierung wird das bei manchen authentischer rüberkommen, bei anderen weniger. Das Geheimnis der Identität läge dann in der Harmonie von gefühlter und präsentierter Identität.
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