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Hertha zeigt homophoben Fans den Regenbogen

Vor dem Anpfiff gegen St. Pauli trugen die Hertha-Profis am Dienstag ein Aufwärmtrikot mit der regenbogenbunten Aufschrift "Toleranz" - eine Reaktion auf das homophobe Fanbanner vom Wochenende.

Beim Spiel gegen Köln war am Samstag in der Hertha-Fankurve das Transparent "WH'96: Lieber eine Mutter als zwei Väter" gezeigt worden. Dieses etwa dreißig Meter lange Banner richtete sich gegen den 1996 gegründeten FC-Fanclub "Wilde Horde" und war offenbar als Anspielung auf Kölns Image als homofreundliche Stadt gedacht (queer.de berichtete).



Während der Deutsche Fußballbund ankündigte, das Transparent zum Thema im Kontrollausschuss zu machen und mit einer Geldstrafe im fünfstelligen Bereich drohte, distanzierte sich die Hertha-Führung seit Samstag mehrfach von der homophoben Aktion. Selbst die Berliner Ultras veröffentlichten ein Statement für die "Homoehe" (queer.de berichtete).

Der Verein, der mit den Hertha-Junxx einen eigenen queeren Fanclub besitzt, engagiert sich seit Jahren gegen Homophobie, so zeigte er 2014 vor einem Heimspiel einen entsprechenden Spot (queer.de berichtete). 2013 war er dem Berliner Toleranzbündnis beigetreten (queer.de berichtete) und gehörte zu den Erstunterzeichnern der Berliner Erklärung "gegen Homophobie und für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport". (mize)


-w-

#1 ThiloAnonym
  • 26.10.2016, 11:16h
  • Es wäre ja mal echt fantastisch, wenn da nicht "Toleranz" sondern "Akzeptanz" stehen würde, aber das wäre wohl zuviel verlangt. :-(
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#2 LarsAnonym
  • 26.10.2016, 11:35h
  • #1 Akzeptanz kann man leider nicht vorschreiben, das muss von innen kommen. Jemandem Toleranz zumuten, geht schon. Trotzdem hat die Aufschrift, da stimme ich Dir zu etwas unangenehm distanzierendes.

    Es wäre besser gewesen, die Spieler hätten ganz auf eine belehrende Aufschrift verzichtet und sich mit den Farben begnügt, sich zu eigen gemacht, als ein Stück Selbstakzeptanz. Zur Vielfalt des Regenbogens gehören übrigens alle, Homos, Heteros und alles dazwischen, was sich nicht so leicht klassifizieren lässt. Aber auch so weit sind wir leider noch nicht, dass alle das verstehen.
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#3 ToleranzAnonym
  • 26.10.2016, 12:23h
  • ist soo 1950er und soo Toitschland.

    Und im nächsten Satz wird man dann zur "Toleranz" gegenüber - wie damals ?! - "demokratisch legitimiertem" (Originalton "Tagesschau" zur AfD), mehr oder weniger neu verpacktem Rassismus und Faschismus aufgefordert.

    In allen anderen "westlichen Demokratien", die ich kenne, geht es um Equality, Égalité, Igualdad(e)...!

    Gleichheit, gleiche Rechte, Gleichberechtigung!
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