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Der unbekannte Held der frühen Transgender-Bewegung

In Berlin wurde am Samstag ein Stolperstein für Dr. Felix Abraham (1901-1937) verlegt - der von Magnus Hirschfeld noch persönlich an das Institut für Sexualwissenschaft berufene Arzt machte sich als einer der ersten Menschen für Trans*rechte stark.

Abraham, dessen Leben und Wirken bislang kaum dokumentiert ist, beriet in seiner Tätigkeit am Institut vorwiegend Transvestiten und Transgender. Dabei erstellte er Gutachten, die seine Klienten dazu berechtigten, in der Öffentlichkeit zu ihrem Gender passende Kleidung zu tragen. Der Stolperstein, der vor seinem früheren Wohnhaus Gritznerstraße 78 in Berlin-Steglitz verlegt wurde, ist der erste Gedenkort überhaupt.

Nach der Zerstörung des Instituts für Sexualwissenschaft durch die Nationalsozialisten praktizierte Felix Abraham zunächst unter verschiedenen Adressen in Berlin. Im Frühjahr 1937 emigrierte der jüdische Arzt nach Italien, wo er sich nur wenige Monate später unter bislang ungeklärten Umständen das Leben nahm. Sein Grab in Florenz konnte erst im letzten Jahr ermittelt werden.

Für den Stolperstein hatte sich die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft starkgemacht. Auf deren Homepage soll in Kürze eine biografische Skizze über den bislang wenig bekannten Wegbereiter der frühen Transgender-Bewegung veröffentlicht werden. (cw)


-w-

#1 SebiAnonym
  • 13.11.2016, 17:05h
  • Es gab und gibt so viele Kämpfer für LGBTI-Rechte, die nicht die Lorbeeren einheimsen wie manche prominenteren Kämpfer.

    Wir müssen das Andenken an sie wachhalten und zumindest ihre Namen sollten nie vergessen werden.

    Daür ist diese Kampagne ein guter Weg...
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