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Zählen bis zum Ende von Aids

Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan hat zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember ein beeindruckendes Aidsmonument in Form eines sieben Meter hohen Rechenschiebers eingeweiht.

Die vom französischen Künstler Jean-Michel Othoniel entworfene Installation "Living by Numbers" soll sowohl an die verstorbenen Opfer der Immunschwächekrankheit erinnern als auch denjenigen Mut machen, die heute mit dem Virus leben. Die aufgereihten roten Muranoglaskugeln leuchten im Sonnenlicht.

"In den letzten drei Jahrzehnten haben wir kaum etwas anderes gemacht als gezählt", erklärte Othoniel, warum er sich für einen Rechenschieber entschieden hat. Als Beispiele nannte er "die Tage seit dem Beginn von Aids, unsere toten Freunde, die Tage, seit wir die Krankheit in Schach halten können, unsere Hoffnungen, unsere Therapien, die Zahl der Kranken, die wir kennen, die Stunden, in denen wir glücklich waren". Nichtzuletzt zähle das Denkmal die Tage, bis Aids endlich besiegt ist.

Das von der Stiftung NAMENproject Nederland initierte Aidsmonument befindet sich am belebten Kanalufer am Oosterdokseiland zwischen Hauptbahnhof und Muziekgebouw. Die Kosten in Höhe von 200.000 Euro wurden zur Hälfte von der Stadt Amsterdam, zur anderen Hälfte durch Spenden aufgebracht. (cw)


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