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Aldi darf mit Klischee-Schwulem werben

Ein blondierter Schnauzträger kommt aus dem Schrank, spreizt den kleinen Finger ab und verdreht lüstern die Augen bei einem Mann in Badehose - nach Homophobie-Beschwerden über einen Weihnachts-Werbesport von Aldi zog sich die Supermarktkette mit der Behauptung aus der Affäre, die Figur sei heterosexuell.

Der ansonsten recht witzige Clip "'Meet the Tinkeltons", den Aldi im vergangenen Monat in Australien ausstrahlte, zeigt eine Gruppe von amerikanischen Sternsängern, die sich mit den Weihnachtsgebräuchen im sommerlichen Down Under anfangs sichtlich schwertut. "So was trägt man nicht zu Weihnachten", meint etwa die tuckige Figur zu dem halbnackten Mann auf dem Liegestuhl.

Beim australischen Werberat gingen nach diesem Klischee-Feuerwerk mehrere Beschwerden ein. Aldi selbst argumentierte in einer offiziellen Stellungnahme, der Clip könne gar nicht homophob sein, da Mr. Tinkelton heterosexuell sei: "Der Charakter, auf den sich die Beschwerden beziehen, spielt den Ehemann der Mutter von drei Kindern."

Das Advertising Standards Board gab sich mit dieser Antwort zufrieden und lehnte eine Rüge ab. Die campe Figur verhalte sich zwar "völlig übertrieben", heißt es in der jetzt veröffentlichen Entscheidung, sie sei jedoch "nicht beabsichtigt, um repräsentativ für einen schwulen Mann zu stehen". (mize)


-w-

#1 SchoonmakerProfil
  • 03.01.2017, 17:53hDoetinchem
  • Na okay, wenn man überlegt welches Klientel mehrheitlich bei ALDI einkauft...

    Wir jedenfalls nicht. Und selbst wenn würden wir es nun nicht mehr machen.

    BOYKOTT hilft da sehr gut
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#2 Sarkast
  • 03.01.2017, 18:43h
  • Vielleicht sollte diese schrille Familie auch nur Klischees über Engländer darstellen (Weichnachtspullis, große Zähne, abgespreizter Teetassen- Finger)?
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#3 Sarkast
#4 uwekrefeldProfil
  • 03.01.2017, 20:02hKrefeld
  • .. also, ich find`s lustig
    man muss sich selbst auch mal auf die Schippe nehmen können :-)
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#5 andreAnonym
  • 03.01.2017, 21:11h
  • Antwort auf #4 von uwekrefeld
  • Genau. Und das vor dem Hintergrund, daß hier auf dieser Seite, öfter deutsche Werbevideos mit überdrehten Schwuppen präsentiert werden, wo eine Diskussion über Homophobie gar nicht erst aufkommt, weil oft als witzig präsentiert werden. Aldi boykottieren, ich lach mich tot. Aber witzig, stimmt. Ich gehe zu REWE, weil dort das Regenbogenzeichen in der Tür bappt und zu Tengelmann wegen der großen Auswahl im Asia-Regal.
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#6 OrthogonalfrontAnonym
#7 TheDadProfil
#8 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 04.01.2017, 08:20h
  • Vorsicht: in unserem neoliberal geprägten Staat leben 12,5 Millionen Menschen (also ca. 15,2%) unterhalb der Armutsgrenze.

    www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/armut-deutschland-2016-parita
    etische-verband


    Unser Staat will es sich nicht leisten, ALLEN Bürger_innen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, sondern hält diese 12,5 Millionen künstlich und ohne Not arm. Armut ist nämlich ein gutes Druckmittel und dient am meisten der Wirtschaft - die, die überhaupt noch arbeiten KÖNNEN, werden gezwungen, dies unter teils miserablen Bedingungen zu tun; und die, die es nicht mehr können, haben halt Pech gehabt und fallen unten durch. Who cares?

    Betrifft ja nur fast ein Sechstel der Bevölkerung eines der reichsten Länder der Welt.

    Unter diesen Bedingungen Menschen zu diskriminieren, die beim Discounter einkaufen MÜSSEN, um wenigstens annähernd über die Runden zu kommen, ist hochnäsig und unanständig. Anständiger wäre, dafür zu sorgen, dass der Staat seine sprudelnden Steuereinnahmen derart gerecht umverteilt, dass wir in diesem Land GAR keine Armut hätten.

    Aber - wie gesagt: es steht immer die Frage im Raum, wem es nützt, dass so viele Menschen arm sind.

    Ein überaus trauriger Zustand. Der relativ leicht behoben werden könnte. Wenn, ja wenn denn daran Interesse bestünde.

    Das Interesse besagter 12,5 Millionen Menschen zählt da ja ganz offenbar nicht.
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#9 NickAnonym
#10 PardalisAnonym