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Neue Recherchen geben schwulem NS-Opfer ein Gesicht

  • 17. Januar 2017, noch kein Kommentar

Seit November 2015 erinnert in Bochum ein Stolperstein an Willi Güte, der von den Nationalsozialisten in die KZs Buchenwald und Dora deportiert wurde - bei neuen Forschungen sind nun erstmals Fotos des schwulen Bergmanns aufgetaucht.

Noch als Jugendlicher war Heinrich Wilhelm Güte 1935 erstmals wegen gleichgeschlechtlicher Handungen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach der Verbüßung einer weiteren Haftstrafe von 1939 bis 1942 wurde er nicht entlassen, sondern als "BV175" - als "Berufsverbrecher", der im Sprachgebrauch der Nationalsozialisten "mehr als einen Mann verführt" hat - in "Schutzhaft" genommen.

Die jetzt entdeckten Fotografien stammen aus den alten Wehrmachtsunterlagen des gelernten Schlossers und zeigen ihn vor und während des Militärdienstes, dem er sich später verweigerte. Auch als Fahnenflüchtiger war der in Bochum geborene Schwule verfolgt und verurteilt worden.

Willi Güte überlebte mit viel Glück die Konzentrationslager und starb 1988 in Köln. Mehr Informationen über sein Leben hat Jürgen Wenke vom Verein Rosa Strippe in einem PDF zusammengestellt. (cw)


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