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Frankreich: Schwulenmagazin sorgt mit Macron-Cover für Wirbel

Das "Garçon Magazine" zeigt den Präsidentschaftsbewerber als oberkörperfreien Coverboy und deutet ein Coming-out des Politikers an.

Rund eine Woche, bevor die französischen Wähler in einer Stichwahl zwischen dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron und der rechtsextremen Politikerin Marine Le Pen über ihr nächstes Staatsoberhaupt entscheiden, hat das alle zwei Monate erscheinende Magazin "Garçon" mit der Vorabankündigung seines nächsten Titels für einigen Wirbel in französischen Medien gesorgt.

Das Titelbild zeigt angeblich den Kandidaten oberkörperfrei, auf ihn hat die Redaktion die größte Überschrift des Titels, "Coming-out - ein wichtiger Kampf", gesetzt, dazu noch ein direktes Zitat: "Die LGBT-Community wird in mir immer einen Verteidiger finden." Sollte der Kandidat etwa doch schwul sein und einen sensationellen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt haben?

Natürlich nicht, fanden aufgeschreckte Journalisten anderer Medien schnell heraus. Die "Coming-out"-Story im Innern ist eine von einem Artikel zu Macron völlig unabhängige Geschichte - und das Foto des "Cover Boy" eine Montage. "Wir haben einen guten Grafikdesigner, sagte der für das Magazin arbeitende Journalist Tristan Barreiros dem Portal "Mashable".


Lediglich das Macron zugeschriebene Zitat stimmt, es stammt aus einem wohlwollenden Artikel zu dem Politiker. Das Cover verteidigte die Redaktion auch damit, dass man anders als die Kollegen von "Têtu" kein Interview mit Macron erhalten habe. Wegen der rechtlichen Ansiedlung in England mache man sich keine Sorgen über Klagen wegen der Fotomontage.

In sozialen Netzwerken fragten sich zunächst viele Nutzer, ob hier gerade ein Coming-out stattfinde. Nach den Klarstellungen fanden manche das Cover lustig, andere ärgerten sich über die Irreführung. Letztlich bediene sich das Magazin einer monatelangen homophoben Stimmungsmache gegen den Kandidaten, beklagten einige.

Im Wahlkampf waren immer wieder Gerüchte über eine Homosexualität Macrons gestreut wurden, auch wurde er als Kandidat einer angeblichen "Homo-Lobby" bezeichnet (queer.de berichtete). Der 39-Jährige hatte die Gerüchte relativ gelassen zurückgewiesen; der Unterstützer von LGBTI-Rechten wie der Ehe für alle hatte zuletzt aber auch öffentlich Verständnis geäußert für Personen, die gegen die Ehe-Öffnung auf die Straße gingen (queer.de berichtete).


Auch auf Twitter bewarb das Magazin seinen "Cover-Boy"


-w-

#1 Ulli_2mecsProfil
#2 andreAnonym
  • 30.04.2017, 05:12h
  • Schade, daß das gesicht nicht zum Körper gehört, was stark zu sehen ist. Aber ich glaube, er hat eh eine Art "Mutter-Instinkt".
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 30.04.2017, 12:13hFrankfurt
  • Einziges Ziel dieser Kampagne dürfte sein, dass Le Pen doch noch Präsidentin wird, Wahrscheinlich steckt der russische Geheimdienst dahinter, Es ist wirklich traurig, wie sich Teile der Szene vom FN einspannen lassen. Kein Gefühl dafür was wichtig ist und was nicht
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#4 Tommy0607Profil
  • 30.04.2017, 18:09hEtzbach
  • Mit Verleudmungen kennen sich ja Rechtspopulisten und Diktatoren ja aus :
    SOLCHE können nur diskriminieren und sind einfach nur widerliche Menschen !
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#5 Ulli_2mecsProfil