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#MerkelSPEAKOUT - Käfig-Mahnwache vor Kanzleramt erinnert an Tschetschenien

#MerkelSPEAKOUT - Gitterkäfig-Protest vor Kanzleramt erinnert an Tschetschenien Ein Dauermahnmache mit einer Person in einem vergitterten Käfig fordert die Bundeskanzlerin auf, sich beim russischen Präsidenten Wladimir Putin für verfolgte Schwule aus Tschetschenien einzusetzen.

Am Dienstag trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Sotschi mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen. In Berlin erinnern seit Sonntag Aktivisten mit einer bemerkenswerten Kunstaktion das Bundeskanzleramt daran, bei dem Treffen einen Einsatz für die verfolgten Schwulen in Tschetschenien zu zeigen.

Facebook / Florian Filtzinger Video vom Beginn der Aktion am Sonntag um 14 Uhr. Für die Nacht zum Dienstag werden noch Freiwillige gesucht.

Bei der Mahnwache, die noch bis Dienstagmorgen um sieben Uhr anhalten soll, befindet sich jeweils eine Person in einem Gitterkäfig direkt vor dem Kanzleramt - stellvertretend für die über 100 Männer, die in den letzten Monaten in der autonomen Republik durch Sicherheitskräfte verschleppt, gefoltert und teilweise getötet worden sein sollen.

Die Mahnwache "ChechnyaStreetDays" war in den letzten Tagen als recht spontane, private Initiative des Projektmanagers Florian Filtzinger (29) entstanden und fand schnell Unterstützung von Iniativen wie "Enough is Enough" und "Avaaz". "Die Idee war recht intuitiv, die Frage war: Wie können wir Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und was können wir machen um Frau Merkel vor ihrer Reise nach Russland zu bestärken, die Menschenrechtsverletzungen zu artikulieren", sagte Filtzinger im Interview mit i-ref.de. "Ihre Stimme trägt wohl einen der höchsten Werte in der sogenannten westlichen Welt. Wenn ihr mich allerdings fragt, warum ich denke, es ist an der Zeit etwas zu tun, dann sage ich: Leider machen viel zu wenige von Ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung Gebrauch. Das eigene Netzwerk auf Facebook zu informieren ist wichtig, aber nicht genug."

Facebook / ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH Video von "Enough is Enough" zu der Aktion

Bereits zuvor hatten der LSVD und eine Online-Petition von "Enough is Enough", Quarteera und dem Aktionsbündnis gegen Homophobie Merkel dazu aufgefordert, sich bei Putin für die sofortige Freilassung der inhaftierten Schwulen und eine Aufklärung der Taten einzusetzen. Die Unterschriften der Petition waren am Sonntag dem Bundeskanzleramt übergeben worden.


Michael Roth (SPD), Staatsminister im Auswärtigen Amt, hatte am letzten Mittwoch im Bundestag erklärt, dass sein Amt sowohl in Kontakt mit verfolgten Schwulen aus der Region steht als auch mit Personen, die Hilfe für sie organisieren (queer.de berichtete). Das russische LGBT Network ruft derweil weiter zu Spenden auf, um Betroffenen bei der Flucht zu helfen.

In Russland selbst wurden am Montag bei der Großdemonstration zum 1. Mai in St. Petersburg mehrere LGBT-Aktivisten festgenommen, als sie mit einem Die-In auf die Situation in Tschetschenien hinweisen wollten (queer.de berichtete).

Bilder: Florian Filtzinger bei Facebook


-w-

#1 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
#2 Gpeterjoachim
  • 02.05.2017, 13:51h
  • Prima das Leute für die Schwulen in Tschetschenien auf die Straße gehen.
    Allerdings fällt mir auf, dass die Plakate auf Englisch sind und damit fällt der Bezug zu Deutschland weg.
    Es entsteht für mich dadurch eine "bestellte Anonymität".
    Hoffentlich ist das also eine Länderübergreifende Aktion denn was den Informationen nach in Tschetschenien passiert ist ungeheuerlich!
    Übrigens ist die Idee von Volker Beck gut den Schwulen in Deutschland Asyl zu gewähren.
    Dann wäre zu überlegen ob man über Patenschaften helfen kann. Das kann aber wiederum nur über eine Organisation gesteuert werden.
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#3 Berlin_Profil
  • 02.05.2017, 18:03hBerlin
  • Habe jetzt erst den Beitrag hier gelesen und möchte anmerken, dass due Mahnwache bis heute 20 Uhr geht und auch durchgezogen wird!
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