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Wiesbaden: Hunderte feierten ein Regenbogenfest für alle

  • 06. Mai 2017, noch kein Kommentar

Die Kundgebung gegen die Tagung des homofeindlichen Bündnisses "Demo für alle" blieb friedlich.

Bei schönstem Frühlingswetter haben am Samstag mehrere hundert Menschen in Wiesbaden eine Kundgebung gegen ein Symposium der "Demo für alle" abgehalten. Nach Polizeiangaben setzten rund 350 und nach Angaben der Veranstalter rund 800 Menschen mit einem "Regenbogenfest" vor dem Kurhaus, in dem die Tagung stattfand, ein Zeichen für Vielfalt. Laut allen Seiten blieb es friedlich.


Das friedliche Regenbogenfest passte zu einem Wochenende, an dem in mehreren Städten u.a. mit Picknicks der Regenbogenfamilientag begangen wird. Foto: Daniela Zysk

In dem Kurhaus hielt das homofeindliche Bündnis sein zweites "wissenschaftliches" Symposium ab nach einer ersten Ausgabe vor einem Jahr in Stuttgart; der "Hessenschau" zufolge kamen dazu am Samstag rund 280 Teilnehmer zusammen. Angekündigt waren u.a. Unterstützer einer "Heilung" Homosexueller und der Verfasser eines Rechtsgutachtens, wonach eine akzeptierende Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität verfassungswidrig wäre (queer.de berichtete). Das größtenteils absurde Gutachten, das auch von der hessischen Regionalpresse kritisiert wurde, hatte etwa zu Einschränkungen eines neuen Lehrplans in Bayern geführt oder war von der AfD in Schleswig-Holstein in einer Antwort zu den Wahlprüfsteinen des LSVD verwendet worden.

Die "Demo für alle" war bereits im letzten Herbst durch Wiesbaden demonstriert, um gegen neue Lehrpläne in dem Bundesland zu protestieren (queer.de berichtete) - anders als in Baden-Württemberg ließen sich die regionale Politik und auch die regionale Medienberichterstattung aber kaum von den Homo-Gegnern beirren, die bereits damals von einer großen, bunten Gegenkundgebung begleitet wurden.


Foto: Daniela Zysk

In einer aktuellen Stunde am Donnerstag hatten sich sogar alle im Landtag vertretenen Parteien für eine angemessene Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität ausgesprochen und die "Demo für alle" kritisiert (einen ausführlichen Bericht mit Videos bietet die "Hessenschau") - bis auf die CDU hatten alle Parteien auch zur Teilnahme an der Gegenkundgebung aufgerufen.

Twitter / ManuelWuest

Ein ausführlicher Bericht folgt im Laufe der Woche


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