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Finger abspreizen in Tschetschenien verboten!

Das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" thematisiert mit einer Karikaturenserie die Schwulenverfolgung in Tschetschenien - und greift dabei tief in die Klischeekiste.

"Die Schwulenjagd ist eröffnet", heißt es im ersten der Cartoons, die vermeintliche staatliche Anordnungen zeigen. Während Männern im Tutu die Deportation droht, ist das Abspreizen des kleinen Fingers verboten. Auch Regenbögen sind illegal.

In weiteren Zeichnungen bekommt ein Fan von Freddie Mercury geschmolzenes Blei in die Ohren gegossen, ein Proust-Leser wird erschossen, ein Spieler des Geschicklichkeitspiel Bilboquet von zwei Polizisten abgeführt.


Die letzte Karikatur greift Präsident Ramsan Kadyrow persönlich an. Nur er habe das Recht, Lippenstift zu tragen, heißt es im Text - die Zeichnung lässt sich jedoch eher als Oralverkehr interpretieren.

Wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen hatte es 2012 und 2013 auch im überwiegend muslimischen Tschetschenien Demonstrationen und wütende Proteste Kadyrows gegen "Charlie Hebdo" gegeben. Bei einem islamistischen Terroranschlag auf das Pariser Redaktionsbüro am 7. Januar 2015 wurde ein Großteil der Redaktion ermordet. Seit Ende letzten Jahres wird auch eine deutsche Ausgabe herausgegeben. (mize)


-w-

#1 tchantchesProfil
#2 schwarzerkater
  • 16.05.2017, 07:20h
  • ganz, ganz tolle reaktion mit diesen karrikaturen auf die situation in tschetschenien! besonders die mit dem tschetschenischen präsidenten und dem "lippenstift" gefällt mir! SUPER
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