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Volker Beck mit Rosa-Courage-Preis geehrt

Von links: Frank Mayer von Gay in May, Volker Beck und die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth (Foto: Stadt Osnabrück / Gerhard Meyering)

Dem scheidenden grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck wurde am Montag im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses der Rosa-Courage-Preis verliehen - die Laudatio hielt als Überraschungsgast Claudia Roth.

Seit den Achtzigerjahren war Volker Beck neben seinem friedenspolitischen Einsatz auch in der Queerpolitik aktiv. So arbeitete er von 1987 bis 1990 als Schwulenreferent bei der Bundestagsfraktion der Grünen, war bis 1994 auch Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik in der Partei. Von 1991 bis 2004 agierte er zudem als Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD).

1994 zog Volker Beck erstmals selbst als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag ein, wo er sich bereits früh für die Öffnung der Ehe einsetzte, die ersatzlose Streichung des Paragrafen 175 sowie die Abschaffung von "Rosa Listen" bei der Polizei forderte.

Auch außerhalb Deutschlands warb Volker Beck stets für die Gleichstellung von Homosexuellen, etwa in Russland, Polen oder in der Türkei. Als religionspolitischer Sprecher seiner Partei förderte er unter anderem schon früh den Dialog mit dem Islam und seinen Vertretern.

Daneben forderte Volker Beck auch stets die Anerkennung von im Nationalsozialismus begangenem Unrecht ein. 2002 wurde Beck für sein Engagement für die Entschädigung der Opfer der NS-Diktatur mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Mit dem Rosa-Courage-Preis zeichnet der Preisstifter Gay in May seit 1992 Persönlichkeiten aus, die sich in herausragender Art und Weise künstlerisch und/oder politisch für die Belange von LGBTI einsetzen. Gay in May gehört zu den ältesten Veranstaltern schwul-lesbischer Kulturtage in Deutschland, die in Osnabrück seit 1979 kontinuierlich in jedem Jahr stattfanden.

Prominente Rosa-Courage-Preisträger der letzten Jahre sind unter anderem die Politikerin Claudia Roth, der Filmemacher Wieland Speck, Autor Lutz van Dijk, die Kabarettistin Maren Kroymann, die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, Regisseur Rosa von Praunheim, Comic-Zeichner Ralf König oder der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

Volker Beck wurde von den Grünen in NRW nicht erneut für die Bundestagswahl aufgestellt (queer.de berichtete). Zuvor war er am 1. März 2016 in Berlin beim Kauf illegaler Drogen erwischt worden (queer.de berichtete). (cw/pm)


-w-

#1 SchadeAnonym
  • 23.05.2017, 10:24h
  • Schade, dass er im Bundestag nicht mehr dabei ist.
    Allerdings ist der Kauf illegaler Drogen nicht wirklich vorbildlich.
    Trotzdem Danke, dass er sich so sehr für uns einsetzte.
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#2 Paulus46Anonym
#3 SchadeAnonym
  • 23.05.2017, 14:55h
  • Antwort auf #2 von Paulus46
  • Ich gab keine negative Bemerkung von mir, sondern ich ging auf eine Tatsache im Artikel ein.
    Aber wenn du zu den Verbergern und Verharmlosern gehörst, tust du damit auch nichts Gutes, erhabener Herr!

    Meine Meinung ist: dass dieser Drogenkauf keine Vorbildsfunktion für einen Politiker ist.
    Trotzdem hab ich ein Danke für seine Verdienste ausgesprochen!
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#4 goddamn liberalAnonym
  • 23.05.2017, 23:51h
  • Herzlichen Dank an Volker Beck für überaus kluge Bürgerrechtspolitik!

    Ich fürchte, dass er schwer ersetzbar ist!

    (Von Burka-Prigge und dem sehr gefühligen Sven Lehmann wohl leider nicht)
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