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Gegen Mythen und Vorurteile in der schwulen Szene

Unter dem Motto "Fake oder Fakt?" hat Herzenslust NRW eine geniale Social-Media-Kampagne gestartet - das jüngste Motiv thematisiert angebliche Exzesse auf dem CSD.

"Für den CSD mit den ganzen Nackten, Tunten & Freaks kann man sich als Schwuler nur schämen!", heißt es auf einem fiktiven Photoshop-Plakat in einer Straßenszene.

Die nüchterne Antwort von Herzenslust NRW: "Fakt ist: Die CSDs sind aus den Aufständen vor dem Stonewall Inn in der Christopher Street entstanden. Sie wurden vor allem von Tunten, Drags und Trans*personen angeführt, welche heutige Freiheiten miterkämpften. Davon abgesehen wird der CSD von zahlreichen Gruppen, Vereinen und Institutionen mit Leben gefüllt, deren Ehren- und Hauptamtler politische Flagge zeigen."

Noch bis Ende des Jahres will das Präventionsprojekt der Aidshilfe NRW auf diese Weise auf seiner Facebook-Seite Themen, Mythen und Vorurteile aus Prävention und schwuler Szene aufgreifen und dadurch zum Nachdenken anregen. Die Diskussion zum CSD-Post ist bereits in vollem Gange.

Drei weitere "Fake oder Fakt?"-Motive von Herzenslust zeigen wir - inklusive der Antworten - in der unten verlinkten Galerie. (mize)


-w-

#1 krakalaAnonym
  • 13.06.2017, 14:04h
  • Die 0815-Hetenpfüsterer. Die Opportunisten, meist naturdevot. Sie bleiben grau, bedeutungslos und vergehen und werden vergessen ohne dass sie in ihrer Existenz irgend etwas bedeutendes gerissen hätten.

    Weil in der heterosexuellen Welt wir ja sonst niemals nirgendwo halbnackte Weiber sehen zu sehen sind. Nie in der Werbung, oder in Videospielen. Nee, alles ganz züchtig! Dieses sexuelle Getue... hach das sind nur alles Tunten!
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#2 alivenkicknAnonym
  • 13.06.2017, 17:46h
  • Antwort auf #1 von krakala
  • Offensiv. Provokativ.
    Die Kampagne finde ich gut.

    Landung auf dem Mond, Nixon, Woodstock, Stonewall . . . das geschah u.a. im Jahr 1969. Nun kann man nicht verlangen das die Gesellschaft in gleichen Maß über die Ereignisse um die Geschehnisse um Stonewall Inn bescheid wußte wie über den Satz von Neil Armstrong: "Ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit. als er den Mond betrat.

    Wer jedoch in den Zeiten des Internet Vorurteilen anstelle des sich Informierens den Vorzug gibt, der brauch solche Provokationen.

    Verständnisvolles streicheln "Ach du arme Hete" war Gestern.

    gez alivenkickn Hete
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#3 TheManneken
  • 13.06.2017, 22:14h
  • Komisch, sogar ich, als Homo, habe diese Vorurteile und kann die Szene deshalb nicht ab. Find ich aber nicht tragisch, Szenen find ich niemals attraktiv, als Gamer oder Hörer von Elektromusik könnte ich ja auch jeweils ganz bunten, lauten, schrägen, fragwürdigen Szenen angehören, aber... Nein, danke. Hab auch mal mein Auto "getuned", aber die Autotuningszene fand ich nur peinlich und niveaulos. So empfinde ich das auch bei der LGBTI-Szene.

    Ach ja, ich mag tatsächlich Tunten nicht. Zumindest möchte ich nicht gerne mit ihnen oder der Szene in Verbindung gebracht werden. Ich hab dann immer das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, so in etwa: "Nein,"wir" sind nicht alle so."

    Conjita Wurst find ich ebenfalls überbewertet und hab den Hype um sie/ihn nie verstanden.
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#4 Manneken PissAnonym
#5 PschoAngelProfil
  • 13.06.2017, 23:37hWesterstede
  • Antwort auf #3 von TheManneken
  • Also ich verbinde mich gerne mit dieser Szene, man muss nunmal auffallen um politisch etwas zu bewirken, stellen wir uns den CSD mal grau und langweilig vor, wie weit wären wir dann? Nicht so weit wie jetzt (auch wenn wir immer noch nicht weit genug sind). Man sollte nunmal offen zeigen können, dass man der Szene angehört, man muss sich ja nicht bunt anziehen oder schminken etc.. Manchmal reicht auch ein Ring oder eine Kette. Dich zwingt zudem auch keiner auf einem CSD als Paradiesvogel zu gehen, du kannst da auch ganz "normal" hingehen ;)

    Und Conchita Wurst war in meinen Augen eine tolle Sängerin, ich finde ihre Stimme einfach klasse und fand ihren Auftritt beim Esc auch sehr mutig, da man einfach nicht weiß, wie bestimmte Länder darauf reagieren. Außerdem hat sie durch ihren Sieg etwas erreicht, was wir brauchen um irgendwann mal Gleichgestellt zu sein und das ist sichtbarkeit!
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#6 krakalaAnonym
  • 14.06.2017, 08:23h
  • Antwort auf #3 von TheManneken
  • Machst du dir in MMOs auch Gedanken womit andere dich denn in Verbindung bringen wenn du weibliche Chars spielst? Oder was sie von dir denken! Oh Himmel!

    Lach, solche Sätze kenn ich eigentlich nur von sehr alten zumeist einsamen Menschen. "Heinz, was soll denn die Ulrike von uns denken wenn du so rausgehst!"

    Einer meiner besten Kumpels übrigens, ist sich für nichts zu Schade, dem würde ich auch zutrauen auf einer CSD mit nem Frauenkleid rumzulaufen. Stockhete, aber für jeden Scheiss zu haben, der hat echt Eier, dass muss ich ihm lassen.
    Aber das groteske ist: Er würde dabei wahrscheinlich noch männlicher wirken (vielleicht auch gerade deswegen) als Klemmschwestern aus unseren Reihen die mit ihrem Likörgläschen eloquent formulieren: "Also ich möchte mit diesem Unfug bitte nicht in Verbindung gebracht werden." *schlürf*

    Jepp. Total männlich. Total cool. Not
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#7 110778Anonym
  • 14.06.2017, 09:08h
  • Ich kann es leider nachvollziehen , wenn viele Menschen die nicht homosexuell sind, diese Veranstaltung nicht ernst nehmen können. Das denke ich liegt daran ,dass einfach zu viel Haut gezeigt wird. Und ich meine jetzt nicht nur den Oberkörper. Weshalb müssen gerade in den bekannten Hochburgen des CSD z.B.,Menschen ihren nackten Hintern Richtung Puplikum halten so dass man wirklich alles sieht,oder splitternackt oder in SM Outfits an Kindern vorbeilaufen? Wie sollen uns diese Menschen ernst nehmen wenn viele dort einfach nur ihren sexuellen Fetisch ausüben und sie anscheinend sexuell erregt werden wenn Heterosexuelle Menschen sie sprachlos angaffen.
    Nein das ist nicht der richtige Weg .
    Klar gibt es auch Menschen die dort für den wahren Sinn auf die Straße gehen ...aber leider sind diese Veranstaltungen mehr ausschweifende Partys als eine ernstzunehmende Veranstaltung geworden.
    Es wird Zeit dass wir mit dieser Veranstaltung ernster umgehen. Ich wünsche mir das etwas weniger gefeiert wird sondern den Leuten gezeigt wird weshalb wir auf die Straße gehen und das die Heterosexuellen sehen, dass wir durch ein seriöseres Auftreten und durch etwas mehr Ernsthaftigkeit Menschen sind denen es in erster Linie nicht nur um eine Party geht , sondern um eine gesetzliche Gleichbehandlung. Ich finde diese "Sexuelle Zurschaustellung" hat dort nichts zu suchen. Denn dass fördert nur die negative Einstellung vieler Menschen gegenüber homosexuellen.
    Gerade jetzt ,wo Homosexualität wieder erneut in der ganzen Welt immer mehr Verachtung findet , ist est wichtiger mehr denn je,dass wir uns an den CDS Veranstaltungen mit dem eigentlichen Sinn dieser Veranstaltung befassen sollten.
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#8 FritzeAnonym
  • 14.06.2017, 10:09h
  • Antwort auf #3 von TheManneken
  • "Ich als Homo ..."
    "Ich als Zahnarztfrau ..."

    Du bist nicht schwul, nicht homosexuell, nicht homophil, sondern ein besorgniserregender Christ oder so was aus der rechten Ecke.

    Da mußt du in der Trollwerkstatt bei den besorgten Irren noch ein bisschen weiterüben, damit du beim nächsten Versuch nicht wieder sofort dermaßen plump auffliegst.

    ><))))))))°>
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#9 krakalaAnonym
  • 14.06.2017, 11:03h
  • Antwort auf #7 von 110778
  • Also freie primäre Geschlechtsorgane hab ich auf der CSD bisher nicht gesehen. Ärsche weiß ich nicht mehr, aber selbst wenn... wirklich kaum.
    Aber was bleibt denn davon abgesehen?
    Kostümierte & nackte Oberkörper, die du auf jedem Strand auch siehst. Oder nimm dir den brasilianischen Karneval... Wo sind denn da die Beschwerden über das auch so Zügellose? Ich werde in der Werbung durch halbnackte Frauen pausenlos bombardiert, aber halbnackte Tunten, ohhhh!

    Ist Party schlimm? Ich sag: nein
    Ich habe die Erfahrung gemacht, mit Sympathie und Freude kann man Menschen eher ködern als durch strenges politisches Kämpfen, zumal wir Schwule in Deutschland ja nun wirklich nicht mehr so schlecht dastehen. Der CSD soll auch Spass machen. Auch den Heten. Die Leute sollen kommen und sich freuen können. Gerade die Jüngeren.
    Wenn sie den haben, dann hat die CSD ihren Sinn erreicht.
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#10 Flieder07Anonym
  • 15.06.2017, 10:30h
  • Antwort auf #3 von TheManneken
  • Ich möchte dir voll zu stimmen, ich sehe das genau so. Nur weil ich Schwul bin muss ich mich nicht Tuntig verhalten, ich muss nicht kreischen ich muss auch nicht mit gespreizten Finger rumlaufen.
    Ebenso ist die Szene absolut nicht mein Fall, besonders schlimm sind die, die irgenwo als Lagerhilfskraft arbeiten und in der Szene so tun als ob sie die größten wären. Es gibt Schwule die zum Glück nicht so sind.
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