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Ein buntes Mahnmal gegen Ausgrenzung

Bild: Boris Storz / Stadt München

Die Stadt München erinnert mit einem neuen Bodenkunstwerk an die Schwulen und Lesben, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden.

Das von der Künstlerin Ulla von Brandenburg entworfene Mahnmal besteht aus bunten Steinplatten in den Farben des Regenbogens und befindet sich an der Ecke Dultstraße/Oberanger, wo einst das Schwulenlokal "Schwarzfischer" war. Dort fand am 20 Oktober 1934 die erste großangelegte Razzia der Nationalsozialisten statt, mit der in Bayern die systematische Verfolgung Homosexueller durch Polizei, Gestapo und Justiz einsetzte.

"München ist eine Stadt, die sich ihrer Vergangenheit stellt, und auch aus ihrer Geschichte heraus gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit Position bezieht", erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der das Bodenkunstwerk am Dienstag, den 27. Juni um 18 Uhr im Rahmen einer kleinen Feier der Öffentlichkeit übergeben wird.

Anlässlich der Eröffnung bietet Albert Knoll, Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, kostenlose Rundgänge zu den Orten der Homosexuellenverfolgung an. Die Termine sind am 2. Juli um 14 Uhr sowie am 4. Juli um 18 Uhr, Treffpunkt ist jeweils am Karl-Heinrich-Ulrichs Platz.

Über die Geschichte der Schwulen und Lesben in München hat die Stadt auch einen "ThemenGeschichtsPfad" online veröffentlicht. (cw)


-w-

#1 HabukazProfil
#2 stromboliProfil
  • 28.06.2017, 11:48hberlin
  • Sorry.
    ich finde es ebenfalls nur gedankenlos und unsensibel die Geschichte kommentierend..
    Erinnert eher an eine Einkaufstrasse für Kinder oder die Pflasterung eines Ereignisparkes von disney&co. , als an ein "Kunstinstallation geschichtlichen Hintergrund vermittelnd" nennendes "Denkmal".

    Schade drum, weil gerade da eine Sichtbarmachung hätte künstlerische Aufgabe sein können.
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