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Aufregung über schwulen Allah

Mit markigen Sprüchen protestierten Ex-Muslime am vergangenen Wochenende beim London Pride - während Polizisten die "Allah is Gay"-Schilder erst beschlagnahmen wollten, fordert eine Moschee nun eine Entschuldigung.

Die East London Mosque reichte bei den CSD-Veranstaltern eine förmliche Beschwerde ein. Der "Council of Ex-Muslims of Britain" (CEMB) habe beim Pride "zum Hass gegen Muslime aufgestachelt" und haltlose Vorwürfe erhoben, erklärte Moscheesprecher Salman Farsi gegenüber dem "Standard". Die Aktivisten hatten der East London Mosque auf einem Protestschild vorgeworfen, zum Mord an LGBT aufzurufen. Andere Slogans lauteten "F*ck islamische Homophobie" und "Ex-Muslim und stolz drauf".

In einer Pressemitteilung vom Freitag untermauerte der CEMB seine Vorwürfe gegen die als fundamentalistisch bekannte Moschee. Vor allem die Aufregung über die "Allah is Gay"-Schilder können die Ex-Muslime nicht verstehen: "Pride-Demos sind voll von Plakaten, auf denen es heißt 'Gott ist schwul' oder 'Jesus hatte zwei Väter'. Darüber regt sich niemand auf, aber wenn wir sagen 'Allah ist schwul', dann kommt sofort die Polizei und greift ein wegen angeblicher Beleidigung."

Die Religionsfreiheit sei ein Menschenrecht, das verteidigt werden müsse, stellte die Gruppe klar. "Vergessen wird allerdings oft, dass es ebenso das Recht gibt, frei von Religion zu leben und diese zu kritisieren. Solange wir getötet werden können, nur weil wir Ex-Muslime, LGBT, Abtrünnige oder Gotteslästerer sind, haben wir eine Pflicht dagegen zu protestieren - besonders im Namen derjenigen, die das nicht können." (mize)

Direktlink | Die Ex-Muslime beim London Pride


-w-

#1 JackAnonym
  • 15.07.2017, 20:56h
  • Schlechtes unsensibles Timing, diesen provokativen Artikel am selben Tag reinzusetzen, wie den Bericht über die Situation von Tschetschenien und Kadyrows Interviewankündigung. Bessere Propaganda kann er kaum finden, um seine These vom "gottlosen, abtrünnigen, teuflischen Schwulen" zu begründen. Und ihr liefert sie ihm direkt auf dem Silbertalbett. Das muss er noch nicht einmal übersetzen, ein Link auf die heutige Seite, mit dem Bild des Tages reicht schon.
    (aufgemerkt: die Demo war letzte Woche)

    Wollt ihr die Situation der Menschen in den muslimischen Ländern und besonders in Tschetschenien eigentlich überhaupt verbessern oder lieber immer weiter eskalieren?

    Beantwortet euch die Frage mal bitte ehrlich selbst. Damit kritisiere ich ausdrücklich nicht die Aktion der Londoner Ex-Muslime auf dem Pride, sondern den sich ergebenden Kontext hier und heute.
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#2 ollinaieProfil
  • 15.07.2017, 23:11hSeligenstadt
  • Antwort auf #1 von Jack
  • "Wollt ihr die Situation der Menschen in den muslimischen Ländern und besonders in Tschetschenien eigentlich überhaupt verbessern oder lieber immer weiter eskalieren?"

    Nicht gelesen?!:
    "Die Religionsfreiheit sei ein Menschenrecht, das verteidigt werden müsse, stellte die Gruppe klar. "Vergessen wird allerdings oft, dass es ebenso das Recht gibt, frei von Religion zu leben und diese zu kritisieren."

    Durch Arschkriechen hat sich noch nie was verändert, erst recht nicht in Tschetschenien. Kadyrow braucht Queer.de nicht. Menschen die hassen und unterdrücken wollen finden immer und überall "Gründe" um ihr Handeln zu rechtfertigen, das scheinst Du noch nicht begriffen zu haben!
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#3 wiking77
  • 15.07.2017, 23:21h
  • in Tehran oder Riad würden sie sich das nicht trauen, in Kairo auch nicht. Das ist genauso mitreisend, wie ein Demonstration in Riad oder Raqaa gegen den Popen von Rom.
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#4 JackAnonym
  • 15.07.2017, 23:35h
  • Antwort auf #2 von ollinaie
  • "Durch Arschkriechen hat sich noch nie was verändert, erst recht nicht in Tschetschenien."

    Wenn du dann mal selbst in Tschetschenien gewesen bist oder dich mit Leuten, die von dort geflohen sind und gefoltert wurden unterhalten hast, können wir diese gewagte These aus Seligenstadt vielleicht mal diskutieren.

    Erfolgreiche Diplomatie besteht übrigens grundsätzlich und größtenteils aus sogenannter "Arschkriecherei", auch wenn das mancher demonstrative Hetero bekanntlich "nur widerlich" findet. Siehe Deutschland vs. Türkei.
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#5 ollinaieProfil
  • 15.07.2017, 23:54hSeligenstadt
  • Antwort auf #4 von Jack
  • "Lieber und hochvereehrte Exzelenz Ramsan Kadyrow,

    wie ihnen sicher schon aufgefallen sein dürfte finden wir das nicht ganz so gut dass sie ihre LGBTI*-Bürgerinnen verfolgen, foltern und ermorden. Wir haben da ein echt schlechtes Bauchgefühl und können nachts gar nicht mehr richtig schlafen.

    Vielleicht können wir sie ja zu folgendem Kompromiss überreden: Statt die Menschen abzuschlachten könnten sie sie ja zunächst einmal einfach Kastrieren. Damit bleiben ihnen wertvolle Arbeitskräfte erhalten und wir westlichen zivilisierten Staaten brauchen keine lästigen Flüchtlinge aufzunehmen. Für die entstehenden Kosten kommen wir selbstverständlich gerne auf."

    So etwa?
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#6 JackAnonym
  • 16.07.2017, 00:07h
  • Antwort auf #5 von ollinaie
  • "Lieber und hochvereehrte Exzelenz Ramsan Kadyrow,

    So etwa?"

    Musst wohl noch etwas dran arbeiten, schließlich willst du ja etwas im Sinne der verfolgten Menschen erreichen, oder? Also am besten in der jeweiligen Landessprache anschreiben oder zumindest einer Sprache, die dort geläufig ist. Höflich und sachlich bleiben, aber auch klar benennen, warum man überhuapt schreibt und dass man den konkreten Fall und die Nachrichten darüber auch zukünftig weiter beobachten wird.

    www.amnesty.de/mitmachen/urgent-actions
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 16.07.2017, 00:50h
  • Antwort auf #1 von Jack
  • Wer hasst, findet immer einen Grund.

    Da nützt Wohlverhalten gar nichts.

    Wo sollte da auch die Beleidigung liegen?

    Gott ist alles und deswegen eben auch gay-

    Weil er ja in den Augen der Gläubigen die Gays erschaffen hat wie alle anderen auch.
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#8 schwarzerkater
  • 16.07.2017, 15:05h
  • ""Vergessen wird allerdings oft, dass es ebenso das Recht gibt, frei von Religion zu leben und diese zu kritisieren. Solange wir getötet werden können, nur weil wir Ex-Muslime, LGBT, Abtrünnige oder Gotteslästerer sind, haben wir eine Pflicht dagegen zu protestieren ..."
    volle zustimmung - ekelhaft diese arschkriecherei gegenüber den moslems, vor allem hier in europa.
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#9 schwarzerkater
  • 16.07.2017, 15:11h
  • Antwort auf #1 von Jack
  • "Schlechtes unsensibles Timing, diesen provokativen Artikel am selben Tag reinzusetzen, wie den Bericht über die Situation von Tschetschenien und Kadyrows Interviewankündigung. "
    weil die tschetschenischen verbrecher und deren helfershelfer täglich das deutsche onlineportal QUEER.DE lesen, oder warum war timing unsensibel?
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