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Katarina Barley setzt das stärkste Zeichen zum CSD

Bild: Axel Hochrein

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist die erste deutsche Bundesbehörde, die in Regenbogenfarben leuchtet - und das die ganze Woche lang.

Mit der Aktion überraschte Familienministerin Katarina Barley (SPD) am Montagabend die Gäste ihres CSD-Empfangs. Die ebenfalls gehisste Regenbogenfahne geht vor der bunt erstrahlten Fassade in der Berliner Glinkastraße fast unter.

Erst im Mai hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im Bundestag klarstellen lassen, dass an Dienstgebäuden des Bundes keine Regenbogenfahnen wehen dürften (queer.de berichtete). Nach der Flaggenverordnung seien nur hoheitliche Staatssymbole erlaubt, um die staatliche Neutralität zu wahren.


Katarine Barley ignoriert das Regenbogenfahnenverbot des Innenministers (Bild: BMFSFJ / twitter)

Auf dem Empfang bedankte sich Barley in einer kurzen Ansprache bei der LGBTI-Community für ihren langjährigen Einsatz für die Ehe für alle: "Ich darf jetzt Familienministerin wirklich aller Familien sein, und das ist richtig, richtig schön."

Auch wenn viel erreicht worden sei, gebe es noch viel zu tun. Als Beispiele nannte die SPD-Ministerin die Reform des Transsexuellenrechts und die Erarbeitung eines eigenständigen Aktionsplans gegen Homo- und Transphobie. Auch beim Adoptionsrecht und der Rehabilitierung müsse nachgebessert werden. Das "dickste Brett" sei die Bildung, so Barley. Menschen müssten bereits in jungen Jahren über Vielfalt aufgeklärt werden.

Die Regenbogenfahne stehe "stellvertretend für alle Menschenrechte", sagte die Familienministerin zum Schluss ihrer Rede. "Und deshalb lassen wir es uns auch von niemanden untersagen, dass wir diese Regenbogenfahne hissen." (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Brauchen wir Regenbogenfahnen an öffentlichen Gebäuden?
    Ergebnis der Umfrage vom 17.07.2017 bis 24.07.2017

-w-

#1 Herzlichen_DankAnonym
  • 18.07.2017, 11:50h
  • Danke Frau Barley, das ist wirklich stark.
    Auch Ihre Aussage macht deutlich, dass Sie es ernst meinen und Ihnen unsere Situation nicht egal ist.
    Und es freut mich, dass Sie sich über die Eheöffnung freuen :-)
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#2 StarforcerAnonym
  • 18.07.2017, 13:12h
  • Klasse Aktion! So werden Zeichen gesetzt. Das ganz hat ein wenig Ähnlichkeit mit der Situation aus diesem Bericht:
    www.queer.de/detail.php?article_id=29259

    Nur der Vermieter ist diesmal Herr de Maizière und die Flagge hängt trotz der äußerst kreativen Fenster-Lösung immer noch vor der Tür.

    Ganz klar: Daumen hoch für Frau Barley!
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#3 UntertitelAnonym
  • 18.07.2017, 14:01h
  • "Ich darf jetzt Familienministerin wirklich aller Familien sein"

    Wie kommt sie auf diesen Satz?

    Hat sie sich bisher für Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern gar nicht verantwortlich gefühlt? Durfte sie das nicht? Musste sie dafür auf die Eheöffnung warten?

    Und die noch viel wichtigere Frage: Fallen Familien vielleicht generell erst dann in ihren Zuständigkeitbereich, wenn die Eltern verheiratet sind? Sind die anderen für sie weiterhin keine "richtigen" Familien? Ist sie weiterhin nicht deren Ministerin?
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#4 goddamn liberalAnonym
#5 myysteryAnonym
  • 19.07.2017, 12:17h
  • Katarina Barley ist mir schon länger ziemlich sympathisch. Schade, dass sie sich als Generalsekretärin gegen nichtssagende Dummschwätzer wie tauber und prolentenhafte Brüllaffen wie Scheuer nicht durchsetzen konnte.

    Wobei es schon komisch ist, dass sie medial nicht den Merkelbonus bekommen hat.
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