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Das Ende der "Peepshow für Polizisten"

Bild: Archiv Corny Littmann

Mit einem Hammer zertrümmerte Corny Littmann im Jahr 1980 einen Observierungs-Spiegel in einer öffentlichen Toilette in Hamburg - in einer Sonderausstellung erinnert das Polizeimuseum der Hansestadt an diesen Akt des schwulen Widerstands.

Seit 1961 hatten Hamburger Zivilfahnder verstärkt Toiletten zur "Bekämpfung der Umtriebe" überwacht. Erst nach der medienwirksamen Aktion des heutigen Theatermachers in der "Klappe" des U-Bahnhofs Jungfernstieg zogen Bürgermeister und Innensenator die Notbremse und ließen die Spiegel abbauen - die "Peepshow für Polizisten" fand ihr Ende.

Die Ausstellung "Liberales Hamburg? Homosexuellenverfolgung durch Polizei und Justiz nach 1945" erinnert darüber hinaus auch an das absurde Tanzverbot für Männer, das Anfang der Sechzigerjahre galt. Die sehr informative Schau ist noch bis 3. September dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr im Polizeimuseum in der Carl-Cohn-Straße 39 zu sehen.

Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kostenlos, Erwachsene zahlen 8 Euro. Da sich das Polizeimuseum auf dem sicherheitsüberwachten Gelände der Polizei-Akademie befindet, müssen sich Besucher ab 16 Jahre ausweisen. An den beiden Sonntagen 13. und 20. August bietet der Historiker Gottfried Lorenz jeweils um 15 Uhr Führungen an.

Zur 2013 konzipierten Wanderausstellung ist auch ein umfangreicher Katalog erschienen. (cw)


-w-

#1 Ulli_2mecsProfil
#2 schwarzerkater
  • 12.08.2017, 16:38h
  • ganz großes kino, die mutige aktion von corny littmann damals! noch heute meinen aufrichtigen respekt davor.
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