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Sechs Calla-Lilien für queere Vielfalt

  • 07. September 2017, noch kein Kommentar

In Berlin wurde am Donnerstagnachmittag das vom Lesben- und Schwulenverband initiierte Denkmal für die weltweit erste homosexuelle Emanzipationsbewegung eingeweiht.

Sechs übergroße Calla-Lilien in Regenbogenfarben erinnern am Magnus-Hirschfeld-Ufer im Bezirk Mitte an die Gründung des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK) vor 120 Jahren. Der jüdische Arzt und Sexualwissenschaftler Dr. Magnus Hirschfeld (1868-1935) war Initiator und maßgeblicher Vertreter dieser Bewegung.

Der Bau des Denkmals, dessen Gestaltung von einer Jury aus fünf Motiven ausgewählt wurde, konnte dank Spenden, einer Zuwendung der Lotto-Stiftung Berlin und einer Kooperation mit der Universität der Künste realisiert werden. Die Calla-Lilien wurden bewusst ausgewählt, weil sie weibliche und männliche Blüten auf einer Pflanze besitzen (queer.de berichtete).

"Dieses Denkmal in Sichtweite des Bundeskanzleramtes ist ein sehr wichtiges Symbol unserer LSBTTIQ-Bewegungen", erklärte Jörg Litwinschuh, der geschäftsführende Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, zur Einweihung. Es schlage eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft: "Die Calla-Lilien sind eine sehr hübsche Darstellung der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt, und sie ermahnen uns, dass es mit der Ehe für alle längst nicht getan ist. Unsere Vielfalt kann nur erblühen, wenn eine völlige Gleichstellung in allen Bereichen der Gesellschaft immer wieder angestrebt wird." (mize)


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