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Trans*-Ausstellung in der Christuskirche

  • 11. Oktober 2017, noch kein Kommentar

Die Evangelische Kirche Hessen-Nassau eröffnet am Mittwoch um 18.30 Uhr in der Mainzer Christuskirche die Ausstellung "Max ist Marie" mit Porträts junger trans Menschen - und lädt am 22. Oktober zu einem queeren Gottesdienst ein.

Die Ausstellung - ein Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) - stellt noch bis zum 27. Oktober in bewegenden Bildern und Texten Menschen auf dem Weg ihrer Geschlechtsanpassung vor. Die Hamburger Künstlerin Kathrin Stahl begann die Serie mit einem Fotoshooting ihrer Tochter Marie, die einmal ihr Sohn Max war. Zu sehen sind die Porträts täglich von 9 bis 18 Uhr, freitags von 12 bis 18 Uhr, in der Christuskirche in der Kaiserstraße 56.

Am Sonntag, den 22. Oktober laden die Christuskirchengemeinde und die dgti zudem um 10 Uhr zum Gottesdienst "Reformation für Alle*" ein. Gastpredigerin ist die transsexuelle Pfarrerin Elke Spörkel. In der Feier singt der überregionale queere Chor Queerubim. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Empfang mit einem Grußwort der hessen-nassauischen Oberkirchenrätin für kirchliche Dienste, Christine Noschka. Das musikalische Rahmenprogramm hierfür gestaltet das Mainzer Vokalensemble no:promise.

Die Schirmherrschaft für das Projekt in Mainz hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung übernommen. Nach seinen Worten ist es eine der Lehren der Reformation, eingefahrene Denkmuster immer wieder neu zu überprüfen. Das gelte auch für den Blick auf LGBTI-Menschen. Basis müsse das Vertrauen in die Liebe Gottes bleiben, der das Leben in seiner Vielfältigkeit geschenkt habe. Aufgabe bleibe es, sich selbst und andere "anzunehmen".

Zum Thema ist bei der dgti eine Broschüre erschienen, die auch die Perspektive der evangelischen Kirche unter dem Titel "Reformation für Alle*" zeigt. Sie steht kostenlos als PDF zum Download zur Verfügung.

Fünf weitere Porträts aus dem Projekt "Max ist Marie" zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. Mehr Infos dazu gibt es auf der Homepage von Kathrin Stahl sowie auf einer eigenen Facebook-Seite. (cw)

Galerie:
Max ist Marie (5 Bilder)

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