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Erster Stolperstein für schwules Paar in Bochum

Seit vergangenem Wochenende erinnert in Bochum ein Stolperstein an das schwule NS-Opfer Heinrich Barenberg - die Verlegung eines weiteren Steins für seinen Partner Gerhard Krebs wird im kommenden Jahr folgen.

August Heinrich, Rufname Heinz, Barenberg, geboren am 28. Februar 1905 in Bochum, war Kaufmann und Geschäftsführer eines traditionsreichen Großhandelsbetriebes. Er wurde 1936 wegen einer homosexuellen Beziehung angeklagt und floh vor Prozessbeginn nach Belgien. Dort wurde er 1940 erneut verhaftet, in das südfranzösische Internierungslager St. Cyprien deportiert und anderthalb Jahre eingesperrt. Er konnte fliehen und wurde erneut in Belgien festgenommen. Nach seinem Rücktransport nach Deutschland und Untersuchungshaft in Bochum wurde er entlassen.

Barenberg überlebte. Nach 1945 wurde er zunächst als politisch Verfolgter anerkannt, dann folgte die Wiederaberkennung nach Bekanntwerden der Verfolgung als Homosexueller während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. 1948 wurde er erneut in Bochum angeklagt wegen angeblich falscher Angaben bei der Antragstellung als politisch Verfolgter. Das Strafverfahren wird eingestellt, es folgen der Konkurs der Großhandelsfirma im Jahr 1953 und der Wegzug aus Bochum nach München, wo er am 9. Februar 1964 stirbt.

Initiative, Recherchen und Bericht zum Leben von Heinz Barenberg und Gerhard Krebs stammen von Jürgen Wenke, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Vereins Rosa Strippe. Mehr Infos über das schwule Paar gibt es in einem PDF-Dossier. (cw)


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