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Ein Orden für eine "Politschwester"

  • 08. November 2017, noch kein Kommentar
Bild: Ministerium für Soziales und Integration

Als "öffentliche Anerkennung für sein langjähriges herausragendes und vorbildhaftes Engagement in der politischen Schwulenbewegung" bekam Joschi Moser (mi.) am Dienstagabend von Baden-Würtembergs Sozialminister Manne Lucha (li.) das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

"Mit Ihrer ganzen Energie stellen Sie sich seit über 40 Jahren in den Dienst der politischen Schwulenbewegung", erklärte der Grünen-Politiker in seiner Laudatio im Bürgerzentrum Prediger in Schwäbisch Gmünd. "Sie setzen sich seit Jahrzehnten für die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in unserer Gesellschaft ein und haben in Schwäbisch Gmünd ein nicht mehr wegzudenkendes Beratungsangebot etabliert. Sie haben sich diese Anerkennung nicht nur verdient, Sie haben sie sich - besonders in den ersten Jahren und Jahrzehnten Ihres Engagements - gegen viele Widerstände erkämpft."

Joschi Moser demonstrierte schon 1975 auf dem Stuttgarter Schlossplatz für Homosexuellenrechte. 1995 gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Aids-Hilfe Ostwürttemberg und ist seit 1996 deren erster Vorsitzender. Er etablierte hohe Qualitätsstandards bei der Aids-Hilfe Schwäbisch Gmünd und bewältigte darüber hinaus eine Vielzahl ehrenamtlicher Tätigkeiten, von der Begleitung kranker Männer und der Sterbebegleitung über der Betreuung von Häftlingen bis hin zur Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen und Arztbesuchen.

Zur feierlichen Verleihung in dem ehemaligen Dominikaner-Kloster kam auch Schwäbisch-Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU, auf dem Foto rechts) vorbei. (cw)


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