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Ein virales Ballett gegen den Homo-Hass

Die größte Ballettkompanie Südafrikas will mit einem kurzen Video eines tanzenden Frauenpaares auf die Verfolgung von LGBTI auf dem Kontinent aufmerksam machen.

Das "Joburg Ballet" veröffentlichte den Kurzfilm "#BiteSizeBallet No.4", einer von mehreren zu aktuellen Themen, am letzten Wochenende zeitgleich zum Pride in Johannesburg. "Zwei Personen aus Südafrika werden gerade in Tansania festgehalten für die 'Bewerbung von Homosexualität'", heißt es in der Beschreibung des Videos. "Diese Meldung hat die absurden Anti-LGBTQ-Gesetze vieler afrikanischer Länder ins Rampenlicht gerückt."

"Wir sind stolz darauf, am Wochenende des Gay Pride unser neuestes BiteSizeBallet zu präsentieren, während Südafrikaner auf die Straße gehen, um Liebe, Offenheit und Inklusivität zu feiern. Es erinnert uns daran, dass in Johannesburg Liebe Liebe ist und Liebe schön ist, egal welche Form oder Gestalt sie annimmt."

Die bemerkenswerte Tanz-Perfomance zweier Frauen durch ein sonnendurchleuchtetes Haus beginnt zu eingeblendeten Meldungen zu der Festnahme - im Rahmen einer Razzia in einem Hotel, bei der die Polizei insgesamt zwölf Personen festgenommen hatte (queer.de berichtete). Wegen einer vermeintlichen "Förderung" von Homosexualität waren Behörden in den letzten Monaten verstärkt gegen Aids-Organisationen vorgegangen, durch Verbote und Schließungen wie durch mehrere Razzien.

Die beiden südafrikanischen Staatsbürger, die offenbar an einer Vernetzungs-Konferenz von Aids-Aktivisten gegen die zunehmende Repression teilgenommen hatten, wurden Ende Oktober des Landes verwiesen, auch die übrigen Festgenommenen sind inzwischen auf freiem Fuß. Eine Aids-Aktivistin aus Uganda wurde ebenfalls abgeschoben.


-w-