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Ehe für alle im Minutentakt

Bei der ersten schwul-lesbischen Massenhochzeit in Deutschland haben sich am Sonntag 44 Paare in der Heidelberger Stadthalle das Ja-Wort gegeben.

"Ich freue mich sehr, dass wir in Heidelberg eine bundesweit wohl einzigartige Zeremonie feiern", erklärte Integrationsbürgermeister Wolfgang Erichson im feierlichen Ballsaal. Zusammen mit fünf Standesbeamten bat der Grünen-Politiker am Nachmittag ein Paar nach dem anderen an die farblich markierten Tische, um das "Upgrade" der eingetragenen Lebenspartnerschaften durchzuführen.


Unter den Neuvermählten sind auch Danilo Floreani und sein Mann Paolo Amerio (Foto: Rothe)

Erichson hatte im Vorfeld alle 312 in Heidelberg verpartnerten Paare angeschrieben und gefragt, ob sie dabei sein wollen. Kurzfristig sagten noch vier Paare ab, weil Freunde und Verwandte, selbst Kinder, aus Platzgründen nicht teilnehmen durften. Vom LSVD und dem CSD-Verein wurde diese "Ausgrenzung von Regenbogenfamilien" heftig kritisiert.

Für Wolfgang Erichson war es dennoch ein auch persönlich gelungener Tag. Der 62-Jährige und sein Partner Bertold Quast sind nun selbst ein Ehepaar. (cw)


-w-

#1 TommAnonym
  • 27.11.2017, 18:01h
  • Von der Idee her - ganz nett !! Aber von der Umsetzung her komplett versagt !! Wer möchte schon gerne eine "Ehe im Minutentakt" und dann auch noch ohne seine Lieber dabei zu haben !! Das werden sich die 268 anderen Paare - die abgesagt haben wohl ebenso gedacht haben ... und die ganze Sache etwas "romantischer" angehen !!
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#2 Ich war dabeiAnonym
  • 27.11.2017, 22:15h
  • Antwort auf #1 von Tomm
  • Hey Du :)
    Wir waren dabei und ich kann dir sagen, dass die Medien die Veranstaltung komplett falsch kommuniziert haben.

    Es war keine Hochzeit, lediglich eine Umschreibung. Wir alle waren vorher bereits verpartnert, hatten große und kleine Feiern mit unserer Familie und Freunden. Alle, die nicht teilnehmen wollten bekamen individuelle Termine zugesandt. Aber wie überall üblich kann man es nie allen Recht machen bzw. verstanden scheinbar nicht alle das Ereignis und schossen Beschwerdebriefe raus. Wie auch immer! Es war ein tolles Ereignis. Die Ansprache von Erichson war sehr schön.
    Ich empfehle jedem, der diese Veranstaltung nicht verstanden hat nach der Ansprache von Erichson zu suchen,lesen.
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#3 KalleHDAnonym
  • 27.11.2017, 22:44h
  • Antwort auf #2 von Ich war dabei
  • Wir können dies bestätigen, da wir auch dabei waren! Es war keine Ehe im Minutentakt, sondern wir saßen mit unserer Standesbeamtin ohne Zeitdruck am "Trautisch", später stiessen wir sogar noch gemeinsam mit ihr an ;)

    Eine Woche zuvor haben wir mit ein paar Freundinnen eine "Lebenspartnerabschiedsfeier" gefeiert, und bei dieser Schwarmhochzeit brauchten wir nichts zu tun, als mit den anderen Paaren - von denen wir viele durch die zahlreichen Regenbogenstammtische seit unserer Verpartnerung 2010 - anzustoßen, und den Abend zu geniessen!

    Wir haben es auch "Schwarmhochzeit" tituliert, da wir bestimmt noch oft von diesem Event schwärmen werden.
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#4 B-und-VAnonym
  • 28.11.2017, 05:34h
  • Ich kann den beiden obigen Kommentaren nur zustimmen. Wir waren auch dabei. Es war eine tolle Feier und alles andere als eine Massentrauung im Minutentakt. Es ging in der Tat um ein Event, bei der bestehende eingetragene Lebenspartnerschaften in eine Ehe umgewandelt wurden. Auch wir hatten natürlich schon bei der Begründung unserer Lebenspartnerschaft eine Feier mit unseren Freunden und Verwandten. Wir sind Bürgermeister Erichson und der Stadt Heidelberg sehr dankbar für die Organisation und den schönen Rahmen dieser Veranstaltung.
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#5 TommAnonym
  • 28.11.2017, 07:33h
  • Antwort auf #2 von Ich war dabei
  • Ob "Umschreibung" oder "Eheschließung" - ich würde es mir persönlich etwas "romantischer" wünschen mit meinen Lieben zusammen !!

    Ich verstehe auch nicht ganz den "Sinn und Zweck" einer derartigen "Massenhochzeit" - pardon "Massenumschreibung" !! Wäre diese am 1. Oktober - dem Tag wo Schwule und Lesben offiziell heiraten durften erfolgt, ergäbe es für mich noch so etwas wie einen "symbolischen" Sinn !!

    Aber wenn es für die Mehrzahl hier schön war - iss ja alles gut !! :-)
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#6 queergayProfil
  • 28.11.2017, 14:48hNürnberg
  • Vorreiter und Provokateur Rosa von Praunheim sagte zu seinem 75. Geburtstag zum Thema Ehe für alle:
    "Mit der Ehe für alle bin ich nicht einverstanden. Wir wollten uns früher nie heterosexuellen Normen anpassen. Uns hat es nicht interessiert, ob Schwule zum Militär dürfen, ob sie Priester oder Pfarrer werden dürfen oder ob sie heiraten dürfen. Diese Dinge waren für uns zu konservativ. Da stehe ich eigentlich heute noch zu."
    Queere Ehen...das hört sich schon irgendwie schräg an. Bürgerlicher Kuschelkurs kann nicht das Endziel sein. Die vermehrt aktivierte Schwulenfeindlichkeit überall erfordert nämlich weit mehr als schnöde Anpassung an Heteronormen.
    Wo ist eine neue überzeugendere Queer-Vision?
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