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Frankfurt: Tausende bei buntem Protest gegen die "Demo für alle"

Zeitgleich zu einem Kongress gegen die Ehe für alle am Flughafen setzten LGBTI und ihre Freunde in der Innenstadt ein buntes Zeichen für Vielfalt.

Trotz winterlicher Temperaturen haben am Samstag nach Polizeiangaben rund 2.500 Menschen in Frankfurt am Main für die Akzeptanz von LGBTI demonstriert. Sie setzen damit ein Zeichen gegen einen Kongress des homo- und transfeindlichen Bündnisses "Demo für alle", der eigentlich ebenfalls für die Innenstadt angekündigt war, letztlich aber in der Nähe des Flughafens stattfand.

Die Gegenkundgebung des Bündnisses "Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt" unter dem Titel "Demo der Vielfalt und Liebe" war federführend von der Frankfurter Aids-Hilfe binnen weniger Wochen organisiert worden. Ab 11 Uhr versammelten sich bereits hunderte Menschen vor einer Bühne an der Hauptwache. In Frankfurt gebe es "keinen Platz und kein Verständnis für homophobe Gruppen, Diskriminierung und Ausgrenzung", sagte etwa Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

Kai Klose, Landesvorsitzender der Grünen und Integrations- und Antidiskriminierungs-Staatssekretär, kommentierte, die angebliche "Demo für alle" sei eine "Demo für Ausgrenzung". Von alltäglichen Diskriminierungen sprachen auch Redner von LSVD und anderer Verbände, Vertreter der "Rainbow Refugees" berichteten von Mehrfachausgrenzungen.

Twitter / hanvoi | Auf Twitter finden sich unter dem Hashtag #liebefüralle viele Eindrücke vom Samstag, hier vom FR-Journalisten Hanning Voigts, der den Tag mit Tweets und Berichten begleitete

Mit teils großen Regenbogenflaggen und Plakaten wie "Love is Love", "Bunte Vielfalt statt braune Einfalt" oder "Some people are queer, get over it" demonstrierte die gewachsene Menge schließlich zum Hauptbahnhof, es blieb friedlich. Lokale und regionale Medien stellten in ersten Berichten (Rundschau, hr) diese Kundgebung in den Mittelpunkt der Berichterstattung, bereits im Vorfeld hatten sie die Veranstaltung der "Demo für alle" überwiegend kritisch beäugt.

Diese fand in einem Kongresszentrum in Flughafennähe statt, begleitet von einem kleinen Gegenprotest überwiegend aus Antifa-Gruppen und einer zwischenzeitlichen Sitzblockade. Auch ein Grund ihrer Anwesenheit: Der NPD-Landesverband Hessen hatte in sozialen Netzwerken angekündigt, zur "Demo für alle" auf die Straße zu gehen, "um für die Wahrung der Elternrechte, Ehe und Familie und gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung der Kinder zu demonstrieren".


Die "Demo für alle" war anfänglich aus dem Büro der AfD-Politikerin Beatrix von Storch organisiert worden und hatte immer wieder Redner der AfD zu Gast, die für die gleichen homo- und transfeindlichen Ziele kämpft. Das hinderte die AfD Offenbach-Land am Samstag nicht vor diesem Tweet.

Erste Bilder aus der Veranstaltung zeigen auch einen Stand der rechten Zeitung "Junge Freiheit" mit ihrer Kampagne "Gender mich nicht". Das dritte Symposium der Homo-Hasser rund um Organisatorin Hedwig von Beverfoerde und Rednern wie Birgit Kelle sollte sich speziell dem Widerstand gegen die Ehe für alle widmen, zu dem noch eine Online-Petition und eine Postkartenaktion des Bündnisses an die bayrische Regierung läuft, eine Klage gegen die Ehe-Öffnung in Karlsruhe einzureichen. Mehr zu dem Kongress des Homo-Hasser, den Rednern und Themen in den beiden unten verlinkten Vorberichten.


-w-

#1 Patroklos
#2 TuriAnonym
  • 20.01.2018, 17:43h
  • War kalt, aber zum Glück wurde das Wetter erst richtig schlecht als die Demo schon vorbei war.
    Ansonsten war es eine tolle Veranstaltung. Und, vor allem bei dem Wetter, überraschend groß :)
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#3 Tommy0607Profil
  • 20.01.2018, 18:22hEtzbach
  • Diese Ewig-Gestrigen werden etwas langweilig. Können DIE mal einen Menschen so annehmen wie jemand ist : Egal welche Herkunft , Religion oder Sexualität man hat !
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#4 DankeFFMAnonym
  • 20.01.2018, 20:12h
  • Zu Polizeiangaben kann mensch immer noch ein paar Leute dazurechnen, es werden also um die 3000 Gegendemonstrant*innen gewesen sein. Danke an diejenigen, die bei winterlichen Temperaturen für Vielfalt und Liebe (in allen Varianten) demonstriert und der Demo für "alle" gezeigt haben, dass sie eben NICHT FÜR "ALLE" spricht!
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#5 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 20.01.2018, 20:46h
  • "Some people are queer, get over it."
    Genau so ist es :-)

    Liebe Grüße an alle, die ein Zeichen gesetzt haben.
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