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Zensierte queere Kunst aus der Türkei

  • 10. März 2018, noch kein Kommentar
Videoinstallation Raskol's Axe von İyi Saatte Olsunlar (Bild: Coşkun Aşar)

In Ankara wurde die vom türkischen LGBTI-Verein Kaos GL organisierte Gruppenausstellung "colony" verboten - jetzt fand sie in Berlins Schwulem Museum* Asyl.

Die am Freitag eröffnete Sonderschau sei ein "Zeichen der Solidarität mit unserer Schwesterorganisation", heißt es in einer Pressemitteilung des Museums. Das Kunstprojekt musste kurz vor der Eröffnung in Istanbul neu konzeptioniert werden, weil das Gouverneursamt von Ankara am 15. November letzten Jahres ein generelles Verbot aller queeren Veranstaltungen und öffentlichen Aktivitäten in der Hauptstadt Ankara erwirkt hatte, was auch die Aktivitäten des dort ansässigen Vereins Kaos GL betrifft. Zur geplanten Eröffnung von "colony" in Ankara kam es dann gar nicht mehr.

Im Mittelpunkt der Ausstellung mit Werken verschiedener Künstler stehen die kritische Auseinandersetzung mit Vorstellungen und Normen von Weiblichkeit und Männlichkeit sowie der Versuch, eine queere Utopie zu formulieren. Im Pressetext heißt es dazu: "Colony versammelt eine Reihe von Perspektiven, die diese kritischen Erzählungen durch die Linse von post-humanen und queer-kritischen Verwandtschaften betrachten."

Die Sonderausstellung ist noch bis 15. April im Schwulen Museum* zu sehen. Mehr Infos gibt es hier. (cw)


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