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Frankfurt zeigt Respekt

Mit einer neuen Plakat-Kampagne will der Präventionsrat von Frankfurt am Main für mehr Respekt im Alltag werben - auf einem der acht Motive ist auch ein stilisierter Schwuler mit Schnauz und Ohrring zu sehen.

"Gegenseitiger Respekt ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft", sagte Markus Frank, Stadtrat und Vorsitzender des Präventionsrats, bei der Vorstellung der Plakate am Montag an der Konstablerwache. Respektlosigkeit sei die Wurzel vieler Probleme, so der CDU-Politiker. Besänne man sich auf den Wert Respekt zurück, würden viele Situationen im Alltag gar nicht erst eskalieren.

Die Motive, die auf Litfaßsäulen im gesamten Stadtgebiet zu sehen sind, thematisieren unter anderem Homophobie, Rassismus und Sexismus. "Heteros sind nicht normaler als Homosexuelle. Es gibt nur mehr", heißt es etwa auf dem schwulen Plakat. "Ich bin Frankfurterin. Und du?"; steht auf einem Poster, auf dem eine dunkelhäutige Frau mit einem Kopftuch zu sehen ist. Ein weiteres Motiv zeigt einen Polizisten mit der Aussage: "Ich helfe gerne. Aber muss ich mich dafür beschimpfen lassen?"

Alle acht Plakate zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (cw)

Galerie:
Frankfurt zeigt Respekt (8 Bilder)

-w-

#1 von_hinten_genommenAnonym
  • 12.04.2018, 09:34h
  • Ich hätte es besser gefunden, wenn beim Plakat für Homosexuelle gestanden hätte: "Ich bin schwul und möchte weder benachteiligt noch beschumpfen werden."

    Der Satzteil: "... es gibt nur mehr" drückt wieder eine Mehrheit und eine Dominanz aus, was wie Macht rüber kommt und das finde ich kontraproduktiv. Es muss Augenhöhe rüber kommen.
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#2 Bembel-biAnonym
  • 12.04.2018, 11:11h
  • Antwort auf #1 von von_hinten_genommen
  • Dann kannst du ja deine Idee bei der entsprechenden Aktion in Stuttgart umsetzen. Hoffentlich aber in korrektem Deutsch.

    Inhaltlich stimme ich dir allerdings nicht zu: Denn das implizite Statement des Frankfurter Plakats "ich bin so normal wie du" drückt genau die von dir geforderte gleiche Augenhöhe aus.

    Während dein Satz "Ich bin schwul und möchte weder benachteiligt noch beschumpfen werden" eine implizite Unterlegenheit ausdrückt: Denn warum sollte jemand, der sich auf gleicher Augenhöhe befindet, extra sagen müssen, dass er nicht benachteiligt werden will?
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#3 von_hinten_genommenAnonym
  • 12.04.2018, 21:05h
  • Antwort auf #2 von Bembel-bi
  • Ja, der Teil: "Ich bin so normal wie du" ist positiv, deshalb hatte ich diesen Teil auch gar nicht kritisiert.
    Meine Kritik richtet sich an den Teil, der lautet, dass Heteros "nur mehr sind."
    Das nimmt die Augenhöhe vom ersten Satzteil wieder weg und macht es sogar zunichte. Deshalb mein Kommentar.
    Das hätte besser formuliert werden können, ohne die Augenhöhe "durchzustreichen."

    Wenn nämlich extra erwähnt werden muss, dass Heteros in der Mehrheit sind, dann steckt da ein Minderwertigkeitsgefühl dahinter.

    Beim Thema Respekt geht es nicht um Dominanz und um die Macht über eine Minderheit, sondern Respekt bedeutet für mich: Augenhöhe mit Gleichberechtigung, ohne Dominanz und ohne Machtgedanken.

    Also könnte geschrieben werden:
    "Ich bin schwul und meine Liebe ist dieselbe wie deine."

    Oder:
    "Homosexualität ist eine Selbstverständlichkeit."

    Das wäre für mich Respekt, ohne dass Heteros dadurch abgewertet oder diskretitiert würden, stimmt's?
    Schade, dass Frankfurt dieses Statement nicht umgesetzt-, sondern immer noch eine "Dominanz" hinzugefügt hat.

    Gut gemeint ist nicht immer gleich gut gemacht.
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