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Zwei Männer im Babyglück

Zwei Männer im Babyglück: Das Magazin der Süddeutschen Zeitung portraitiert an diesem Freitag ein schwules Paar aus Deutschland, das einen Kinderwunsch hatte und dadurch zu einem jahrelangen Abenteuer gezwungen war, das noch nicht abgeschlossen ist.

Erzählt wird die Geschichte von zwei Männern aus Neuss, die sich für eine Leihmutterschaftslösung mit Eizellenspende entschlossen haben. Leihmutterschaft ist in Deutschland bislang verboten. Der Bund der Standesbeamten und viele Rechtsexperten plädieren inzwischen für ein Ende des Verbots - weil es international nicht mehr durchzusetzen ist und nur noch unnötige Rechtsprobleme schafft.

Davon zeugt auch der Fall der Männer aus Neuss: Eine Leihmutter brachte für sie in Los Angeles Zwillinge zur Welt. Nach US-Recht sind die beiden Männer die Väter der beiden Mädchen - nach deutschem Recht hingegen der männliche Spender der Samens und die Leihmutter. Mehr als Reisepässe nach Deutschland wurde der Familie zunächst vom deutschen Staat nicht zugestanden. Hier könnte nun ein Antrag auf Stiefkindadoption folgen, doch zunächst muss Deutschland die US-Geburtsurkunde anerkennen. Ein entsprechendes Gerichtsverfahren läuft derzeit.

Dabei lief dieses Verfahren noch harmlos: Axel und Jürgen haben bereits ein dreijähriges Mädchen aus Indien. Es ist auf den gleichen Weg entstanden, doch die Geschichte verlief schwieriger. Eineinhalb Jahre lang weigerte sich das Deutsche Konsulat, dem Mädchen einen Reisepass auszustellen. Einer der Männer musste in der Zeit mit ihr in Mumbai leben - und verpasste so unter anderem die Beerdigung seiner Mutter, deren Namen das Mädchen nun trägt.

Das Portrait, das auch die US-Agentur, die Leihmutter und die Eizellenspenderin vorstellt, wird in den nächsten Tagen hier veröffentlicht. Im Januar hatte das Magazin bereits ein bemerkenswertes Gruppeninterview mit Kindern aus Regenbogenfamilien geführt (queer.de berichtete). (nb)


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