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Souvenir aus Tunesien

Souvenir aus Tunesien: Dieses Regenbogenhandtuch gibt es weder in Hammamet noch in Monastir zu kaufen, sondern nur in Zürich in der Schweiz. An der dortigen Kunsthochschule bietet eine ehemalige Asylbewerberin fiktive Souvenirartikel aus jenen neun Ländern an, aus denen die meisten Flüchtlinge in die Eidgenossenschaft kommen.

Entworfen hat die Kollektion die Design-Studentin Dominique Blumer. Für ihre Bachelorarbeit verbrachte die 27-Jährige viel Zeit in Flüchtlingsheimen, wo sie die dort lebenden Menschen nach ihren wichtigsten Erinnerungsstücken befragte. Daraus entstand die Kunst-Kollektion, bei der Blumer mit den harmlosen Eigenschaften dieser Souvenirs spielt. Deren politische Bedeutung erschließt sich erst auf den zweiten Blick.

Mit dem Regenbogen-Badetuch möchte die Studentin etwa darauf aufmerksam machen, dass die Verfolgung von Lesben und Schwulen in Tunesien nach der Revolution sogar noch zugenommen hat: "Die Objekte fassen die Hintergründe und die Schicksale von Menschen zusammen, die in der Schweiz Schutz suchen. Die Souvenirs sind für uns. Die Flüchtlinge haben die Reise für uns gemacht." (cw)


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