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CSD meets SHOW ME

Bild: Eventpress Herrmann

CSD meets SHOW ME: Der sexy Poledance von Dimitri Genco war nur eines von vielen Highlights der 2. Berliner CSD-Gala am Freitagabend. Der ausverkaufte Friedrichstadt-Palast zeigte eine "homosexualisierte" Mischung aus den schönsten Bildern seiner aktuellen Produktion "SHOW ME - Glamour is back" sowie eigens für den Abend gestalteten Programmteilen. Die 2.000 Gäste, darunter Udo Walz, Anastasia Zampounidis, Dieter Hallervorden, Frank Matthée, Natascha Ochsenknecht, Linda Hesse, Anne-Sophie Briest, Rosa von Praunheim und Fernanda Brandao, waren begeistert.

Drag Queens aus allen Teilen der Republik bildeten gemeinsam mit dem weltbekannten Ballettensemble ein imposantes Schlussbild. Das vom Publikum frenetisch gefeierte Finale war als Hommage an die "Tunten" und "Drags" gedacht, die maßgeblich an den so genannten Stonewall Riots - das erste Aufbegehren von Schwulen und Lesben gegen Polizeiübergriffe in der Christopher Street in New York im Jahr 1969 und dem Ursprung des CSD - beteiligt waren.

Die Gala setzte auch weitere politische Zeichen: Für ihren mutigen und unnachlässigen Einsatz für die Rechte von LGBT wurde die ugandische Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera mit dem Zivilcouragepreis 2013 des CSD durch Bundesminister Dirk Niebel (FDP) ausgezeichnet. Ebenso geehrt wurden der Berliner Rechtsanwalt Dirk Siegfried für sein seit zwei Jahrzehnten anhaltendes, juristisches Engagement für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben sowie die Republik Argentinien, weil das argentinische Parlament eines der progressivsten und wegweisenden Gesetze für Transsexuelle und Transgender beschlossen hat.

"Es war eine emotionale Show und bewegende Preisverleihung. Ich ziehe meinen Hut vor den Preisträgern", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. "Eine Show der Weltklasse. Das Engagement, dieser Respekt - ich bin begeistert!", schwärmte Dieter Hallervorden. "Heute sind wie alle ein bisschen bi. Das Skurrilste war, dass ich heute gefragt wurde, ob es mutig sei, hier zu sein. Nein, ist es nicht. Es ist selbstverständlich", urteilte Anastasia Zampounidis. "Ich stelle fest, Tänzer und Fußballer haben ähnliche Hintern", erzählte Natascha Ochsenknecht bei der anschließenden After-Show-Party im Berliner East End Theaterviertel. (cw)


-w-

#1 RobinAnonym
  • 15.06.2013, 10:17h
  • Ja, die Rolle von Drags bei den Stonewall-Riots wird meist vergessen, wenn Schwule Dragqueens leicht despektierlich betrachten. Ich bin zwar keine Dragqueen, aber was die Welt bunter macht ist gut.
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