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Jugendsünden

Jugendsünden: Der junge schwule Fotograf Asbjörn Jungnik mag Körper. Als Krankenpfleger in einer Münchner Klinik hat er lange täglich den Verfall des menschlichen Körpers beobachten müssen. In seiner fotografischen Arbeit sucht er im Kontrast dessen Schönheit.

"Die Ästhetik des männlichen Körpers fasziniert mich seit jeher", sagt der 26-Jährige, der in wenigen Tagen ein Studium an der Münchner Kunstakademie beginnt. Um eine platte Erotik geht es dem Nachwuchskünstler nicht. "Ich will in die Seele der Leute blicken, ich mache ehrliche Portraits." Eine digitale Nachbearbeitung seiner Bilder lehnt er ab.



Die fünf großformatigen Fotografien der Serie "Jugendsünden" hängen vom 7. bis 30. Oktober im Münchner Schwulenzentrum Sub in der Müllerstraße 14. Mit allen Modellen verbindet Jungnik etwas Persönliches. "Vielleicht ist das auch mein Antrieb", sagt er, "diese Beziehungen zu verarbeiten". Als ob die jungen Männer seine ganz eigenen "Jugendsünden" darstellten. Und so wird jeder Blick auf die Porträtierten zur Betrachtung des Künstlers selbst, der einem freilich verborgen bleibt.

Asbjörn Jungnik fotografiert seit eineinhalb Jahren. Zur Lichtbildkunst gebracht haben ihn Mark Morrisroe, Nan Goldin und Slava Mogutin. Diese Künstler haben ihn einst inspiriert und bald hat ihn das Fotografieren nicht mehr losgelassen. Auf seiner Webseite gibt er mehr Einblicke in seine Arbeit. (cw/pm)


-w-

#1 likelikelikeAnonym
  • 06.10.2013, 12:00h
  • Wow die Bilder sind toll!! Warscheinlich grade weil sie nicht tot retuschiert wurden. Man spürt einfach den Unterschied beim betrachten sofort.
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#2 Homo-PropagandaAnonym
  • 06.10.2013, 12:53h
  • Schwule sollten mit solchen Pics das ganze Netz fluten, zu allen denkbaren Suchbegriffen. Das Feld nicht länger den immergleichen (hetero-) sexistischen Bildern überlassen!
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#3 antos
  • 06.10.2013, 13:52h
  • "...in die Seele der Leute blicken". Und die baumelt auf den Bildern schon ordentlich, ist ja schließlich auch Urlaubspflicht. Ja, das Leben: ein Fremden-Verkehrs-Prospekt!
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#4 joergNeubauerAnonym
  • 06.10.2013, 14:10h
  • Der Knabe auf dem Titelfoto sieht total inszeniert aus.Die perfekten Körper haben nichts mit dem vom Fotografen in seiner Krankenpflegertätigkeit "beobachteten Verfall des Körpers" zu tun. Im Gegenteil: sie tun so,als gebe es diesen gar nicht. Nan Goldin dagegen zeigt das gesamte Spektrum: Schönheit, Verfall, Sterben und die Schönheit in Jugend und Alter. Wer das nicht versteht, der produziert hübsche Kitschpostkarten mit makelosen Körpern - aber nicht zwingend Kunst.
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#5 verkerhsprospektAnonym
#6 antos
#7 TV totalAnonym
  • 06.10.2013, 16:05h
  • Wo bitte ist die Sichtbarmachung und Darstellung von Jungs- und Männerkörpern (außer dann, wenn sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen und/oder den "Jäger" und "starken Helden" mimen sollen) und intime, zärtliche Nähe zwischen diesen "TV-typisch"??
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